Vitamin D wirkt sich positiv auf dein Immunsystem und deine Stimmung aus. Was der eine oder andere vielleicht nicht weiß, ein Großteil wird vom Körper durch UV-B-Strahlen gebildet. Warum das Vitamin, das eigentlich ein Hormon ist, so wichtig für uns ist und wie du auf einen ausreichend hohen Vitamin D-Spiegel kommst, erklären wir heute in diesem Beitrag.

Die Kraft der Sonne -Warum Vitamin D nicht aus dem Pillenblister kommt_liebewasist.com YOGA, LIFE & STYLE Advice BLOG Düsseldorf

 

Wofür benötigt der Körper Vitamin D?

Wenn es um die Immunabwehr geht, denken alle immer gleich an Obst und Vitamin C. Dabei ist das nur eines von vielen Vitaminen und Spurenelementen, die für eine starke körpereigene Abwehr wichtig sind. Ein weiterer wichtiger Baustein ist Vitamin D, das dein Körper größtenteils selbst produziert, wenn die Sonne auf deine Haut strahlt. Das D-Vitamin mit dem chemischen Namen Cholecalciferol ist für die Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut (daher auch der ableitende Name) sowie den Knochen- und Knorpelaufbau wichtig. Werden wenigesten 6 % der Körperoberfläche von Sonnenlicht bestrahlt kommt die Vitamin D- Produktion auf der Haut in Gang.

Vitamin D funktioniert als Immunmodulator, was bedeutet, dass es eine effektive Immunabwehr fördert und gleichzeitig Reaktionen auf körpereigene Strukturen hemmt. Einfacher gesagt: Dein Körper wehrt sich beispielsweise gegen Bakterien und Viren, greift jedoch nicht den eigenen Körper an, wie es bei Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel bei Rheuma oder Diabetes Typ 1 der Fall ist.

Gleichzeitig reduziert Vitamin D Entzündungen im Körper, da es die Bildung von Signalstoffen des Immunsystems, beispielsweise Zytokin (TNF-α), die an entzündlichen Prozessen beteiligt sind, sowie Entzündungsparameter (Interleukin), hemmt oder reduziert. Zusätzlich wird das Sonnenvitamin D für die Produktion der natürlichen Killerzellen benötigt. Bei diesen handelt es sich um Lymphozyten, die Tumorzellen und virusinfizierte Zellen erkennen und unschädlich machen können. Vitamin D wird jedoch auch von deinen Nervenzellen benötigt, was sich daran zeigt, dass ein Mangel an Vitamin D das Risiko an Alzheimer zu erkranken, erhöht. Zudem kann Vitamin D eventuell sogar Depressionen entgegen wirken. Wie du merkst, kommt dem Vitamin D also eine nicht unbedeutende Rolle für viele Prozesse im Körper zu.

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Wie kann ich meinen Vitamin-D-Bedarf decken?

Eigentlich ist es ja ganz einfach: Mit Hilfe von UV-B-Strahlen kann aus einer (vom Körper selbst gebildeten) Vorstufe das Provitamin D3 hergestellt werden. Im weiteren Verlauf entsteht daraus dann die „aktive“ Vitamin-D-Form, das Calcitriol. Daher lautet die grundsätzliche Empfehlung zur Vitamin-D-Versorgung: Jeden Tag ab nach draußen und ein wenig Sonne tanken! Außerdem werden so Glückshormone ausgeschüttet und du fühlst dich wie nach einem Kurzurlaub.

 

Was tun, wenn du nicht raus kannst?

Dann improvisiere! Verbringst du die meiste Zeit des Tages zu Hause am Schreibtisch, solltest du du versuchen dir 2- bis 3-mal pro Woche für 5 bis 10 Minuten die Sonne auf Gesicht, Hände, Dekolleté, und am besten auch auf Arme und Beine scheinen zu lassen. 25 Prozent deiner Körperoberfläche sollten dabei der Sonne ausgesetzt sein. Hast du einen Balkon, Terrasse oder sogar einen Garten, geht das natürlich super.

 

Wie ist das eigentlich mit dem Sonnenschutz beim Sonnenbaden?

Zunächst einmal ist Sonnenschutz wichtig, wie wahrscheinlich jeder von klein auf zu hören bekommt. Doch schaut man sich an, was sich an chemischen Stoffen in Sonnenschutzcremes befindet – Oxybenzon, Benzobenzon, Octocrylen oder Octylmethoxycinnamat (Zungenbrecher, die wohl kaum jemand fehlerfrei hintereinander aussprechen kann) – sollte einem mulmig werden. Diese synthetischen UV-Filter dienen dazu, schädigende Strahlen zu absorbieren, die auf der Haut von Licht zu Wärme umgewandelt werden. Bei diesem Prozess können auf der Hautoberfläche jedoch Zellschädigungen stattfinden. Außerdem bieten die Benzone ein hohes Potential dafür, Allergien auszulösen, die ebenfalls zu Zellschäden führen können und werden daher mit der Entstehung bestimmter Krebsarten (u.a. einer selteneren, aber schweren Form des Hautkrebses) in Verbindung gebracht.

Daneben haben diese Benzone auch eine photosensibilisierende Wirkung: sie setzen den natürlichen Schutz der Haut vor der Sonne herab, machen sie also lichtempfindlicher. Genauso bedenklich ist es, dass sie natürliche Hautfunktionen wie das Immunsystem und die lebenswichtige Vitamin D-Synthese beeinträchtigen.

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Unbedenklicher Sonnenschutz aus der Natur

Eine unbedenkliche Alternative bieten Sonnschutzprodukte mit mineralischen Lichtschutzfiltern wie sie von verschiedenen Naturkosmetikmarken angeboten werden. Mein Favorit sind hier die Sonnenschutzprodukte von Lavera, aber auch günstigere Alternativen aus der Drogerie sind zu empfehlen. Die natürlichen Mineralien liegen im Gegensatz zu ihren synthetischen Pendants auf der Haut auf und reflektieren die UV-Strahlen wie ein Spiegel das Licht. Bereits bei einem LSF von 20 werden bis zu 95 % der gefährlichen UV-B-Wellen abgeschirmt ohne die Hautfunktionen zu beeinträchtigen! Sie sind außerdem nicht hormonaktiv, greifen also nicht in unser körpereigenes Hormonsystem ein!

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Achtung: „Stop the water“ nach dem Sonnenbad!

Da das D-Vitamin fettlöslich ist, sollte man aber umso nachsichtiger mit Lotions und Cremes umgehen. Ein Grund für eine unzureichende Vitamin D- Synthese (die übrigens nicht mit gehäuftem Vorkommen bei Vegetariern/ Veganern in Verbrindung gerbacht werden kann!) ist nämlich auch der unverhältnismäßig hohe Verbrauch von Seifen und Waschlotionen nach dem Sonnenbaden, die das gebildete D-Vitamin einfach von der Haut wieder „abschrubben“.

 

Foto credit @Sarah Pritzel (via IG: @damn_charming)

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung. Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhalte ich eine Provision, der Kaufpreis selbst verändert sich für euch dadurch nicht.

 

Welche kosmetischen Produkte benutzt ihr zum Schutz gegen die Sonne? Habt ihr Erfahrung mit mineralischen Sonnenschutzprodukten?