Mal ganz nüchtern betrachtet war ich lange Zeit immer ein Mensch, der gerne Sachen aufgeschoben hat – das war in der Schule so und hat sich auch auf einige Bereiche in meinem Leben übertragen. Doch gerade im vergangenen Jahr ist mir bewusst geworden, dass es manchmal besser ist, die Dinge einfach anzupacken, im vollen Bewusstsein, dass ich scheitern könnte, als sie mich gar nicht erst zuzutrauen.

In meiner Kolumne „The Weekender“ geht es jeden Sonntag um Themen, die mich gerade beschäftigen. Dieses Mal: „Was wäre eigentlich wenn …?!“

The Weekender_ Warum ich lieber mal scheitere, als mich nie getraut zu haben_liebewasist.com - LIFE & STYLE ADVICE BLOG Berlin - Düsseldorf_Lifestyle-Kolumne
 
Irgendwann hat mich dieses ständige „ja, irgendwann werde ich das schon machen“ total genervt. Damit meine ich nicht die klassische Prokrastination wie in der Uni, bei der man keine Lust aufs Lernen hatte … ich rede hier von Entscheidungen und Lebenszielen, bei denen man sich einfach nicht traut, sie in naher Zukunft auch wirklich umzusetzen. Ständig habe ich Ausreden gefunden und mir selber vorgegaukelt, dass jetzt auf gar keinen Fall der passende Zeitpunkt für dieses oder jenes ist. Ziemlich beschränkt von mir, wie ich finde!
 

Die Sache mit der Angst!

Ständig wird uns gepredigt – oder wir sagen es uns einfach selber – dass wir unserer Leidenschaft nachgehen sollen. Träume wollen schließlich gelebt werden und dann wäre da ja noch das Thema mit der großen Faszination im Leben, die natürlich auch nicht vergessen werden darf. Ja, wenn es nach meinem Gefühl im Herzen ginge, hätte ich schon so einige Dinge längst in die Tat umgesetzt … wäre da nicht die Sache mit der Angst!

Angst vor dem Scheitern oder die Angst, eine absolut sichere Nummer gegen etwas nur Vages einzutauschen. So viele Gedanken und Wünsche schwirren mir im Kopf herum, die ich nur zu gerne ausleben möchte – und zwar am liebsten jetzt sofort. Aber bin ich wirklich so risikobereit? Na, sagen wir mal, es geht auf jeden Fall in kleinen Babysteps voran. Seit dem letzten Jahreswechsel habe ich mir nämlich geschworen, dass ich erstens nichts mehr in meinem Lebem dem Zufall überlassen und zweitens hintenanstellen möchte. Dafür sind unsere Tage auf diesem Planeten einfach viel zu wertvoll.
 

Lesetipp: Mein philosophischer Jahresrückblick 2018

Teil 1: Nicht wundern, atmen!

Teil 2: Wo Licht ist, ist auch Schatten

 
 
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Warum fürchten wir uns, unseren Träumen eine Chance zu geben?

… stattdessen lassen wir ihnen keinen Raum zu atmen. In den letzten Monaten habe ich gelernt, meine Wünsche und Ziele nicht mehr hinter Ausreden zu verstecken. Es ist nicht die Beziehung oder der Job, der „Schuld“ ist, dass wir unsere Träume nicht realisieren – es sind ganz allein wir selbst!

Es ist einfach zu schade, eine Chance ungenutzt zu lassen, nur weil wir Angst davor haben, es könnte nicht funktionieren. Ja, es könnte tatsächlich ordentlich in die Hose gehen, aber genauso gut könnte es auch die beste Entscheidung des Lebens sein. Who knows? Also Karten auf den Tisch! Zeigen wir unserem Leben doch mal, wie viel Power in uns steckt. No Risk No Fun! Klingt sowas von oldschool, aber darin steckt doch ein Funken Wahrheit.

Und auch wenn es leichter gesagt ist als getan: Trau dich deine Ziele zu verfolgen! Denn es ist nicht das Scheitern, was wir am Ende unseres Lebens bereuen, sondern das Gefühl etwas nicht versucht zu haben – dieses gewisse „Was wäre wenn!?“ Was soll denn schon passieren? Ich scheitere lieber, als mich nie getraut zu haben!

Foto credit @ Sebastián León Prado

Der Beitrag wurde nicht gesponsert. Dieser Beitrag stellt keine psychologische oder psychotherapeutische Beratung dar! Inhalte wurden auf Grundlage meiner Erfahrungen, Erlebnisse und Meinung erstellt und entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
 

Und was ist mit dir? Was ist dein Herzenswunsch, den du dir bisher aus Angst nicht erfüllt hast?