Neues Jahr, neues Glück. Könnte man so sagen. Doch bevor ich euch in diesem Beitrag verrate, warum ich es für schlauer und nachhaltiger halte, auf Neujahrsvorsätze zu verzichten, kommt hier erstmal eine kurze Erklärung …

The Weekender_Warum es nachhaltiger ist, dieses Jahr auf Neujahrsvorsätze zu verzichten_Neujahrsvorsätze durchhalten_liebewasist.com LIFE & STYLE ADVICE BLOG Berlin - Düsseldorf_Feuilleton - Lifestyle-Kolumne
 
Über ein Jahr gibt es nun dieses Format „The Weekender“ – ein Format voller News, Trends und Inspiration aus dem Fashion-, Beauty- und Lifestylebereich. Doch so wie ich mich innerhalb der vergangenen Wochen in meinem ganz privaten Leben verändert habe, verändert sich dieser Blog mit. Der Weekender war immer wie die News-Seite in der Sonntagszeitung – nun wird es Zeit, ein Kapitel weiter zu blättern. Zum Beispiel auf den Feuilleton-Teil, in dem ihr nun meine Lifestyle-Kolumnen zu lesen bekommt. Ich wünsche euch mit dieser ersten Ausgabe viel Spaß und freue mich natürlich über euer Feedback.
 

Über den Drang nach Selbstoptimierung

Während der ersten Tage von 2019 setzen wir vermehrt auf Bücher, Apps und Podcasts, die uns dabei helfen sollen, unsere guten Vorsätze für das neue Jahr zu manifestieren. Aber sind Neujahrsvorsätze im Zeitalter der Selbstoptimierung wirklich noch förderlich oder ist es an der Zeit, sie in den virtuellen Papierkorb zu verschieben?

Niemand bringt die Sinnlosigkeit von Neujahrsvorsätzen besser auf den Punkt als Bridget Jones:

Vorsatz fürs nächste Jahr: weniger trinken! Oh, und das Rauchen aufgeben! Und diese Vorsätze wirklich einhalten!

Wir kennen alle das Gefühl. Die Ziele, die wir uns im Januar setzen, scheinen nach einem Monat voller Exzesse und Schuldgefühle oft unerreichbar. Und wenn man es doch irgendwie schafft, sie einzuhalten, stellt sich die Frage: Waren sie wirklich ehrgeizig genug? Zu Beginn eines jeden Jahres werden wir mit Artikeln und Anzeigen unter dem schon fast mantragleichen Motto „New year, new you“ bombardiert. Der globale Drang nach Selbstoptimierung scheint nicht nachzulassen: Apps wie Runkeeper und MyFitnessPal verzeichnen Millionen aktiver Nutzer, Motivationsbücher bleiben so beliebt wie eh und je und Wellness-Podcasts erleben ein neues goldenes Zeitalter – und auch ich höre solche. Unsere Absichten sind dabei bewundernswert, aber der daraus resultierende Druck kann eben schnell dafür sorgen, dass wir scheitern. Warum also unterwerfen wir uns diesem endlosen Kreislauf von Erwartung und Misserfolg, jedes Jahr aufs Neue?
 

Woher kommen Neujahrsvorsätze?

Die Tradition, gute Vorsätze fürs neue Jahr zu schmieden, geht bis auf die alten Babylonier zurück, die den Göttern zu Beginn eines jeden Jahres Versprechungen machten. Auch in Rom war dieser Brauch unter Julius Cäsar weit verbreitet, mit religiösen Parallelen zum frühen Christentum und Judentum, deren Anhänger sich jährlich hinterfragten, um ein besseres Leben zu führen. Heute wird das auf der ganzen Welt praktiziert, wobei die Art der Vorsätze von Region zu Region sehr unterschiedlich sein können.

Aber wie viele von uns schaffen es wirklich, die vorgenommenen Vorsätze einzuhalten?
 

Positive und negative Aspekte von Vorsätzen

Es ist ein Symptom unseres Lebens in einer Gesellschaft, die von Selbstoptimierung besessen ist. Vor 20 Jahren waren die Neujahrsvorsätze vielleicht noch die einzigen Ziele, die für das kommende Jahr gesetzt wurden, jetzt sind wir hingegen darauf trainiert, jeden Tag nach Perfektion zu streben. Jeder Monat bringt etwas Neues mit sich – Veganuary, Dry January, Movember – mit Versprechungen, die ständig Opfer und Disziplin erfordern.

In Folge können unerfüllte Neujahrsvorsätze dazu beitragen, Angst zu schüren und das Gefühl zu bekommen, nicht genug getan zu haben. Der Druck, Vorsätze in die Tat umzusetzen, wird durch Social Media noch verstärkt. Idealisierte Bilder und scheinbar sorgfältig inszenierte Alltage zwingen uns, uns mit unseren Mitmenschen zu vergleichen. Das kann positive wie negative Aspekte haben. Denn sobald wir unsere Vorhaben mit Freunden und der Familie teilen, kommen wir oft in Zugzwang, sie fest- und aufrechtzuerhalten. Doch lenkt es eigentlich zu sehr ab vom wahren Leben, dieses Social Media-Ding?
 

Neujahrsvorsätze vs. langfristige Projekte

Während es nicht unmöglich ist, Neujahrsvorsätze einzuhalten, muss man es meiner Meinung nach nur mit der richtigen Strategie halten. Wenn es eine schlechte Angewohnheit gibt, mit der du brechen willst, betrachte deinen Neujahrsvorsatz als langfristiges Projekt anstatt als einmaliges Vorhaben für das gerade begonnene Jahr. Viel wichtiger, als sich ein weit entferntes Ziel zu stecken, wäre es, sich einen Plan zu machen, mit dem du sofort beginnen kannst.

Veränderung sollte immer schrittweise und ohne willkürliche, zeitliche Begrenzung erfolgen. Schließlich hat auch unsere Heldin am Ende von „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ ihr Trinkverhalten nicht eingeschränkt, das Rauchen nicht aufgegeben und auch ihr Zielgewicht nicht erreicht – dafür aber so viel mehr.

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Brauchst du noch Motivation, deine Ziele langfristig durchzuhalten? Dann schau mal in diesen Beitrag rein:

Warum es sich in passender Atmosphäre besser trainieren lässt – 9 Motivationstipps für sportliche Neujahresvorsätze

Fotografie: Leah Bethmann (Seite noch im Aufbau) | Location: John Redd Fitness, Graf-Adolf-Straße 30-35 – Düsseldorf

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
 

Seid ihr Team eujahrsvorsatz oder Team Langzeitprpjekt? Wie sieht es damit in eurem Alltag aus?