Jede Frau kennt das Gefühl: Man steht vor dem vollen Kleiderschrank, doch findet einfach nichts zum Anziehen. Nun stellen wir uns mal vor, man hätte einen Schrank voller Lieblingsstücke – also exklusive den Altlasten aus vergangenen Zeiten – und nur gutsitzende Kleidung, die zusätzlich noch übersichtlich und gut organisiert ist.

Klingt unmöglich? Die Capsule Wardrobe macht es aber möglich. Gerade der Jahreszeitenwechsel bietet die perfekte Gelegenheit, um (noch-)mal mit so einer Capsule Wardrobe durchzustarten – so verlieren die dunkleren, kühleren Herbstmorgende auch direkt an Unbehagen!

Stilsicher durch den Herbst_Mit der Capsule Wardrobe zur perfekten Garderobe_Wie baue ich eine Capsule Wardrobe auf?_liebewasist.com - LIFE & STYLE ADVICE BLOG Berlin - Düsseldorf_Fashion- und Style-Blog
 

Capsule Wardrobe – was ist das?

Dem Prinzip der Capsule Wardrobe habe ich mich schon häufiger gewidmet. Es ist einfach und kompakt, ohne dabei den eigenen Stil oder generell modisch einzubüßen.

Susie Faux, die in den 1970er Jahren zum ersten Mal den Begriff der Capsule Wardrobe verwendete, definierte das Prinzip als Garderobe aus ein paar essenziellen Kleidungsstücken, die nie aus der Mode kommen, sowie Röcke, Hosen und Mäntel, die dann mit Saison- und Trend-abhängige Bekleidung ergänzt werden können. Sie limitiert die Capsule Wardrobe dabei auf ca. zwölf Teile, die zwei- bis drei-mal im Jahr ausgetauscht werden können.

• Wirklich bekannt wurde das Prinzip der Capsule Wardrobe dann 1985 durch Donna Karans „Seven-Easy-Pieces“ Kollektion. Diese Kollektion bestand, wie der Name schon verrät, aus nur sieben (!!!) Teilen: ein Body als Basis, ein Kleid, ein Rock, eine weite Hose, ein Blazer, ein Kaschmirpullover und ein einfaches, weißes T-Shirt.
 

Die Capsule Wardrobe als Millenial-Trend

In den letzten Jahren sind immer mehr Millenials auf den Zug der Capsule Wardrobe aufgesprungen und machen das Konzept auf ihre Weise, mit verschiedenen Versionen und Abwandlungen, wieder attraktiv und aufsehenerregend – und ja, auch ich zähle mich zu dieser Generation Y.
 

 
 
Was auf den ersten Blick extrem wirkt, hilft den eigenen Stil kennenzulernen, zu verstehen und kann sogar neue Kombinationsmöglichkeiten hervorbringen. Außerdem kann eine selbst auferlegte Challenge auch sehr gut als Testlauf für eine Capsule Wardrobe genutzt werden. Man kann sich nämlich bereits an den plötzlich leer wirkenden Kleiderschrank gewöhnen.

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Tipps für die perfekte Capsule Wardrobe:

 

1. Im eigenen Kleiderschrank starten

Regel Nummer eins ist meiner Meinung wirklich essenziell: Es klingt zwar unheimlich verlockend, in einen Laden zu gehen und sich eine Capsule Wardrobe zu kaufen, ist aber nicht Sinn der Sache. Am besten startet man die Mission, indem man seinen eigenen Kleiderschrank genauestens analysiert:

Was trägt man am liebsten? Was behält man nur aus sentimentalen Gründen? Welche Teile liegen eigentlich nur im Schrank und werden nicht mehr angezogen? Die Kleidungsstücke, die absolut nicht mehr zum Einsatz kommen, sollte man am besten einer Freundin schenken oder für den guten Zweck spenden.
 

 
 

2. Die richtige Mischung

Capsule Wardrobes basieren auf „Basics“, dennoch muss man noch lange nicht komplett auf Statement-Teile verzichten. Statt Animal-Print-Teile zu verbannen, sollte man sie unbedingt in seine eigene Capsule Wardrobe einbauen, denke ich. Eine gute Mischung zwischen Basics und Statements machen die Outfits nicht nur abwechslungsreicher, sondern vor allem auch individueller.
 

3. Den Spaß-Faktor nicht vergessen

Konzepte für eine Capsule Wardrobe gibt es viele. Aber egal welche Methode, bei allen finde ich es wichtig, nicht zu streng mit sich selbst zu sein – schließlich soll Mode ja nach wie vor Spaß machen und die Capsule Wardrobe das Leben vereinfachen, nicht unnötig verkomplizieren.

Es ist einfach, die Capsule Wardrobe als einschränkend oder unkreativ abzutun und durch das Fehlen von Kleidungsstücken zu definieren. Jedoch geht es vielmehr darum, ihre Einfachheit zu nutzen und durch geschicktes Kombinieren und Stylen entspannt zum eigenen, perfekten Stil zu finden – ganz ohne die Qual der Wahl am Morgen.
 

Favoriten meiner aktuellen Capsule Wardrobe nachshoppen:

 

8 Facts zu meiner Capsule Wardrobe:

• Meine ersten Capsule Wardrobe-Versuche habe ich 2015 gemacht.
• Seitdem habe ich das System bestimmt 4- 5 mal optimiert.
• Ich gehe meinen Kleiderschrank zu jedem Saisonwechsel von Neuem durch und re-evaluiere was bleiben darf und was gehen muss.
• Ebenso sieht meine Capsule Wardrobe jede Saison etwas anders aus.
• Aktuell fast meine Capsule Wardrobe 24 Teile.
• Schuhe, Taschen und Accessoires zähle ich nicht dazu.
• Besonders hilfreich war dieses Jahr auch der Kauf einer neuen Kleiderstange.
• Alle Teile, die nicht zur aktuellen Sainson-Auswahl zählen, bewahre ich in einem Kleiderschrank auf.

 
 
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Fotografie: Leah Bethmann (Seite noch im Aufbau)

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
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Habt ihr das Capsule Wardrobe-System schon einmal ausprobiert? Was macht den Reiz dabei für euch aus?