Wenn ich über das letzte Jahrzehnt nachdenke, weiß ich, dass es einige Denkweisen gibt, die wir am besten genau dort lassen, wo sie hingehören … in der Vergangenheit. Heute möchte ich daher meine Erfahrungen mit den vier wichtigsten Veränderungen teilen, die ich gemacht habe!

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Wenn ich auf meine Zwanziger zurückblicke, sehe ich ein Jahrzehnt, in dem ich normalerweise auf die harte Tour lernen musste. Ich fand mich zwischen weniger idealen Jobs gefangen und begegnete weniger idealen Männern, während ich versuchte herauszufinden, wer ich war und was ich mit meinem Leben anfangen wollte. Inzwischen bin ich bodenständiger und habe ein viel tieferes Gefühl dafür, wer ich selber bin, als in meinen Zwanzigern. Während ich sicherlich nicht alles herausgefunden habe, bin ich viel besser vorbereitet, mit Unbekanntem umzugehen.
 

 
 
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Beruf, Karriere, Werdegang

Wenn man 30 Geburtstagskerzen ausbläst und immer noch nicht weiß, was man beruflich machen will, ist das in Ordnung. Für viele von uns sind unsere 20er mit Jobs gefüllt, um die Rechnungen zu bezahlen, aber sie behinhalten vielleicht nicht unsere Traumkarriere. Über *beschissene* Chef’s und nervige Mitarbeiter zu jammern, ist alltäglich, aber es wird eben nicht ewig so sein. Sobald wir in die dreißiger Jahre starten, ist es Zeit, einen Spielplan zu erstellen.

Als 31-Jährige, die ihre beruflichen Absichten bereits einige male überdacht hat, kann ich zuversichtlich sagen, dass es nie eine gute Zeit gibt, um seinen Job zu wechseln. Es ist gruselig! Es wird nie der perfekte Zeitpunkt kommen, um den Sprung zu wagen und man wird sich auch nie ganz bereit dafür fühlen. Die Quintessenz ist, dass das Leben zu kurz ist, um unglücklich zu bleiben.
 

 
 
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Über materiellen Besitz und seine Bedeutung

In unserer von Materialbesitz geprägten Gesellschaft ist es leicht zu glauben, dass das, was wir tragen, fahren und wo wir leben, definiert, wer wir sind. Wir vergleichen uns ständig mit anderen und dem, was sie haben. Eine Zeit meines Lebens dachte ich, ich wäre „weniger als“, weil meine Familie kein großes Haus hatte. Oder weil ich mir viele der Designerklamotten und Accessoires, die meine Freunde trugen, nicht leisten konnte. Ich habe in meinen 20ern viel Geld weggeworfen, um mit dem Schein mitzuhalten …

Ich betrachte das Geld jetzt ganz anders. Ich habe gelernt, dass Geld und Besitz keine Person glücklich machen. Anstatt über Geld zu definieren, wer wir sind, betrachte ich es als Währung und nichts mehr. Es ist eine Möglichkeit, ein Dach über unserem Kopf zu halten und mich von Punkt A nach Punkt B zu bringen.
 

Warum die Liebe kein Disneyfilm ist …

Ich gebe gerne zu, dass ich mir Anfang Zwanzig sicher war, dass ich spätestens mit 29 verheiratet wäre und mindestens auch schwanger so wie meine Mama in diesem Alter damals mit mir. Ich denke, viele von uns haben dieses unsichtbar schwebende Ablaufdatum der Dreißig über dem Kopf. Aber aus vielen sozialen und wirtschaftlichen Gründen heiraten wir heute eben viel später … und ich bin dafür! Ob und wann man heiratet ist immer eine Typfrage – und noch viel mehr, ob man auch als Paar dafür ist bzw. überhaupt das Glück hatte sich zu finden!

Eine Denkweise, die sich wirklich für mich verändert hat, ist zu glauben, dass ein Partner mich vervollständigen muss. Ich musste die Jahre, in denen Disney mich einer Gehirnwäsche unterzogen hatte, erst rückgängig machen, um zu verstehen, dass kein Mann in mein Leben kommen und „mich retten“ würde. Nachdem ich mich mit einigen unwürdigen Kerlen beschäftigt hatte, die mich nicht wertschätzten, nahm ich mir etwas Zeit, um an mir selbst zu arbeiten. Ich brauchte einige Zeit und gute Gespräche mit Freunden, um mir klar zu werden, dass ich vollkommen und vollkommen in mir selbst bin. Und das ist das entscheidende um einen wunderbaren Partner zu gewinnen, der auf meiner Ebene steht und zu meiner Ergänzung wird.

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Freundschaften und Loslassen

In unseren Zwanzigern ist jeder ein Freund. Es macht Spaß und ist aufregend, eine Menge Freunde zu haben, die sich durch einen sozialen Zeitplan drehen. Ich hatte schon immer zwei Gruppen von Freunden: die lustigen Freunde, mit denen ich ausgehen und nur Spaß haben kann und echte Freunde, die ich anrufe, wenn meine Welt auseinanderzufallen droht.

Mit Anfang 30 sehe ich hier eine wirklich interessante Veränderung: Wir bewegen uns in Richtung Qualität gegenüber Quantität. Die ersten Freunde heiraten, bekommen Kinder und in der Folge ändern sich ihre Prioritäten. Neue Freunde erscheinen (besonders für neue Mütter) und alte Freunde könnten auf der Strecke bleiben.

Viele finden es wirklich schwer, Freundschaften loszulassen, aber es gibt keinen Grund, sich schuldig zu fühlen, weil man bestimmte Freundschaften überwunden hat. Sei dankbar dafür, dass sie in deinem Leben waren und zur richtigen Zeit darin einen Platz hatten. Und dann muss man weiterziehen. Es gibt nichts Wertvolleres als unsere Zeit. Wir sollten sie mit Menschen verbringen, die ähnliche Werte teilen und die uns glücklich machen.
 

 
 
Mindset Shifts_4 Verändeungen, die ich in meinen 30ern bisher gemacht habe_Was man mit dreißig lernt_liebewasist.com - LIFE & STYLE ADVICE BLOG Berlin - Düsseldorf_LifestyleblogTitelfoto @ Valentina Conde [Creative Commons Zero (CC0) Lizenz] | Fotografie: Violeta Pelivan

Dieser Beitrag stellt keine psychologische oder psychotherapeutische Beratung dar! Inhalte wurden auf Grundlage meiner Erfahrungen, Erlebnisse und Meinung erstellt und entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
 

Ich hoffe, diese Perspektiven zeigen euch ein bisschen von dem, was in meinem Leben mit 30 passiert! Welche Denkweisen habt ihr in eurer Vergangenheit gelassen?