Keine Frage, aktuell spricht die ganze Welt quasi nur über ein Gesundheitsthema: #Corona. Doch wer sich wie ich nicht nur über das wundervoll erwachte Frühlingswetter freut, sondern auch ordentlich mit den Gräser-, Blüten- und Baumpollen zu kämpfen hat, dem fällt das Durchatmen jetzt schwer.

Wenn du etwas gegen Heuschnupfen tun willst, dann jetzt! Wir sagen dir, wie du vorbeugen kannst und was bei einer Pollenallergie wirklich hilft.

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Laufende Nase, juckende Augen, ständiger Niesreiz: Willkommen in der Zeit der Pollenallergien! Es ist vielleicht kein Trost, aber doch gut zu wissen, dass du nicht allein bist: Schätzungen zufolge sind in Deutschland rund 18 Millionen Menschen von einer Pollenallergie betroffen.

 

Was passiert bei einer Pollenallergie?

Ursache für die Niesattacken und andere Beschwerden sind die wasserlöslichen Proteine der Pollen, die bei Kontakt mit den Schleimhäuten freigesetzt werden. Wenn du Allergikerin bist, antwortet dein Körper darauf wie auf Krankheitserreger.

Im Falle einer Allergie reagiert das Immunsystem auf die eigentlich harmlosen Proteine mit der Bildung von IgE-Antikörpern. In der Folge setzt der Körper entzündungsauslösende Stoffe wie Histamin frei, was wiederum Juck- und Niesreiz sowie die Schwellung und Rötung der Schleimhäute bewirkt.

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Welche Symptome hat Heuschnupfen?

Die üblichen Verdächtigen kennst du: Augenjucken oder -brennen, geschwollene Schleimhäute, laufende Nase, Niesreiz. Viele Menschen sind während des Pollenflugs auch nicht voll leistungsfähig, schlafen schlecht und sind erschöpft.

Zudem reagieren bei einigen Allergikern nach Jahren des allergischen Schnupfens plötzlich auch die Bronchien überempfindlich. Unbehandelt kann sich daraus sogar Asthma entwickeln.

 

Was sind Kreuzallergien?

Da sich die Allergene einiger Pflanzenpollen und Lebensmittel gleichen, kann es passieren, dass das Immunsystem sie nicht unterscheiden kann. Die Folge sind sogenannte Kreuzallergien, also allergische Reaktionen auf scheinbar sehr unterschiedliche Dinge.

Wer beispielsweise auf Birkenpollen allergisch reagiert, kann Unverträglichkeiten in Bezug auf Stein- und Kernobst oder auch Nüsse entwickeln. Wer auf Beifuß reagiert, verträgt manchmal keine Karotten und Tomaten.

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Welche Medikamente bekämpfen den Heuschnupfen?

Als Mittel der Wahl gelten Kortison-Nasen-Sprays oder neuere Antihistaminika. Bei eher leichten Symptomen sind Cromone als Augentropfen und Nasensprays einsetzbar. Hier einmal die wichtigsten Wirksubstanzen:

Antihistaminika: Sie blockieren den Botenstoff Histamin, der bei einer allergischen Reaktion freigesetzt wird und Jucken, Rötungen, Fließschnupfen oder Niesen verursacht. Du solltest moderne Antihistaminika einsetzen, die schnell wirken und kaum müde machen. Einige Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei sehr leichten Beschwerden können antiallergische Augentropfen und Nasenspray ausreichend sein.

Kortison:  Der Wirkstoff unterbricht wirkungsvoll die Entzündungsreaktion. Allerdings brauchen die Präparate ein paar Tage, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Moderne kortisonhaltige Nasensprays haben bei Erwachsenen keine Nebenwirkungen auf den gesamten Körper, können aber eine Trockenheit der Nase, Nasenbluten oder selten Kopfschmerzen auslösen.

Cromone: In Form von Nasensprays oder Augentropfen verhindern sie, dass der Botenstoff Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet wird und wirken dadurch antientzündlich. Aber: Cromone können die Histamin-Ausschüttung jedoch nur vorbeugen und nicht stoppen, so dass du bereits Tage vor dem erwarteten Pollenflug mit der Behandlung beginnen solltest.

Hyposensibilisierung / Immuntherapie mit Allergenen (SIT): Dies ist letztlich die einzige Möglichkeit, Heuschnupfen ursächlich zu behandeln und nicht nur dessen Symptome. Das Ganze funktioniert ein wenig wie bei einer Impfung: Der Patient erhält das Allergen zunächst in geringer und später in steigender Dosis als Spritze, Tablette oder Tropfen. Das Immunsystem kann sich auf diese Weise langsam daran gewöhnen, sodass es immer weniger darauf reagiert.

Leider ist die Prozedur relativ langwierig und es ist wichtig, dass sie über die komplette Dauer von 3 Jahren fortgeführt wird.

 

Welche Hausmittel helfen gegen Pollenallergie?

Wenn du deine Nase jeden Tag per Nasendusche mit Salzwasser spülst, spült das die Pollen von der Schleimhaut. Auch salzwasserhaltige Nasensprays können diesen Effekt haben.

Das Wichtigste bei einer Allergie ist, den Auslöser zu meiden. Sprich: Bei starkem Pollenflug lieber nicht joggen gehen, möglichst zuhause die Fenster geschlossen halten. Um ruhig schlafen zu können, solltest du das Haare­waschen auf den Abend verlegen und deine Kleidung vor dem Schlafengehen im Bad liegen lassen, anstatt auf einem Stuhl neben dem Bett. So bleibst du wenigstens nachts einigermaßen unbelastet und schläfst ruhiger. Wenn Haus oder Wohnung eine Lüftungsanlage haben, solltest du darauf achten, dass die Ventilationsschächte mit Pollenfiltern ausgestattet sind. Die gibt es übrigens auch für die Autolüftung.

Auch wichtig: Hänge deine Wäsche während der Pollenflug-Saison nicht draußen zum Trocknen auf! Die Pollen können daran haften bleiben.

Lüfte deine Wohnung morgens zwischen 6 und 8 Uhr, auf dem Land abends zwischen 18 und 24 Uhr. Raumluftfilter sind keine ganz günstige Anschaffung, können in Innenräumen aber eine enorme Allergenentlastung bewirken.

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An welchen Orten bin ich vor Heuschnupfen sicher?

Wer unter Heuschnupfen leidet, würde am liebsten ganz vor den Pollen fliehen. Den Urlaub in die Pollenflug-Saison zu legen, ist deshalb eine gute Idee. In welchen Regionen du vor dem Pollenflug sicher bist, erfährst nachfolgend:

Die Berge sind ein guter Zufluchtsort für Pollenallergiker. Oberhalb der Waldgrenze, in den deutschen Alpen zwischen 1800 und 2500 Metern, gibt es keine Bäume mehr, die blühen.

Küstenregionen und Inseln sind in der Heuschnupfenzeit zurecht beliebte Reiseziele für Pollenallergiker. Der Seewind hält Pollen aus dem Festland fern. Die hohe Luftfeuchtigkeit und der Salzgehalt der Luft wirken zusätzlich schleimlösend auf die Atemwege. Aber ganz sicher vor Allergenen bist du auch dort nicht: Bei starkem Wind vom Landesinneren können die Pollen auch in Küstennähe oder darüber hinaus aufs Meer getragen werden.

Der Vorteil von Wüstenregionen liegt auf der Hand: Die Vegetation ist überschaubar und frei von Pflanzen, die hierzulande wachsen. Doch Vorsicht! Meiden sollten Allergiker die Wüsten rund um den Arabischen Golf. Die Schaffung künstlicher Grünflächen in den Emiraten hat nämlich mittlerweile dazu geführt, dass laut einer Studie rund ein Drittel aller Erwachsenen in der Region an Heuschnupfen leiden.

In Großstädten gibt es weniger Grünflächen und daher auch weniger Pollen. Auch findet man im urbanen Umfeld einfacher allergikerfreundliche Hotels. Demgegenüber steht, dass in Großstädten die Feinstaubbelastung höher ist. Dieser heftet sich an Pollen fest und verstärkt deren Wirkung auf Allergiker.

Ein anderer Kontinent wäre auch keine schlechte Idee. Andere Länder, andere Pollen. Wer nur auf einzelne Pollen reagiert, dem reichen mitunter bereits einige Wochen weiter nördlich oder südlich zum richtigen Zeitpunkt. Als permanente Lösung eignet sich eine neue Heimat für Allergiker allerdings nicht zwangsläufig. Nach einigen Jahren kann der Körper sich sensibilisieren und eine Allergie auf die neuen Pollen entwickeln.

Fazit: Bei Heuschnupfen gilt es, früh aktiv zu werden. Viele Mittel wirken am besten, wenn sie vor den ersten Heuschnupfen-Symptomen eingesetzt werden. Auch wenn die Allergie dich erwischt, kannst du etwas tun, um ihre Auswirkungen zu mindern. Ob Medikamente, kleine Alltagstricks oder eine Reise – probier es einfach einmal aus!

 

Leidet ihr unter Heuschnupfen? Wie geht ihr damit um?

 

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