Vor Kurzem habe ich mich hier auf liebewasist.com bereits mit dem Mikrobiom der Haut beschäftigt. Heute soll es aber um die Darmbakterien gehen, denn wie ich schon des Öfteren betont habe, ist ein gesunder Darm sehr wichtig – für die Haut und das Wohlbefinden.

Zudem ist der Darm nämlich auch, sofern er im bakteriellen Gleichgewicht ist, ein entscheidendes Kriterium dafür, dass wir fit und schlank sind!

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Darmbakterien als wichtige Verdauungshelfer

Sobald der letzte Bissen heruntergeschluckt ist, haben wir schon mit der Mahlzeit abgeschlossen. Für unseren Körper geht die Arbeit dann allerdings erst richtig los und Speiseröhre, Magen und Darm machen sich ans Werk.

Wir richten unseren Blick selten auf die Verdauung, wenn wir uns gesünder ernähren oder an Gewicht verlieren wollen. Es wird auf die Kalorienzahl geachtet, sich gestritten, ob Low-Carb oder Low-Fat, Frühstück ja oder nein, mit oder ohne Fleisch …
 

 
 
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„Ökosystem“ Darmflora

Beim Essen ernähren wir aber nicht nur uns selbst, sondern auch Billionen von Mikroorganismen, die in unserem Darm leben. Ein Gramm Darminhalt beherbergt dabei mehr Lebewesen als die Erde Menschen. Der Großteil dieser Lebewesen sind – wer hätte es gedacht – Bakterien. Nämlich etwa 100 Billionen, die bei der Zersetzung unseres Essens und für unseren Stoffwechsel eine wichtige Rolle spielen.
 

Können Darmbakterien beim Abnehmen helfen?

Dass manche Menschen so viel Kuchen und Pasta essen können, wie sie wollen und dabei nicht zunehmen, liegt unter anderem an ihren Darmbakterien, bzw. dem Gleichgewicht derer in ihrem Darm. Wie wir Lebensmittel verdauen und verwerten, hängt also mit der Anzahl und der Art der Bakterien zusammen, die in unserem Darm leben.

Gehört man nicht zu dieser Gruppe der Ewigschlanken, besitzt man Bakterien, die sonst unverdauliche Kohlenhydrate verwerten und damit in Kalorien umwandeln können. Die gute Nachricht ist, dass sich die Darmflora verändern und flexibel an die Nahrung anpassen kann.

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Diese Nahrungsmittel sind gut für unseren Darm

Konzentriert man sich also auf diesen Aspekt, so kann man mit der Nahrung gezielt Einfluss nehmen auf die Zusammensetzung unserer Darmbakterien. Zum einen sind probiotische, meist fermentierte Nahrungsmittel, wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut oder saure Gurken für die Balance im Darm sehr gut geeignet. Zum anderen empfiehlt auch präbiotische Ballaststoffe, die beispielsweise in Chicorée, Artischocken, Porree oder Hülsenfrüchten enthalten sind.

Antibiotika sind für unsere Darmbakterien hingegen das pure Gift, denn sie löschen alle Bakterienarten – egal, ob gute oder schlechte – aus. Auch sollte man unbedingt auf Konservierungsstoffe, Alkohol und zu viel Fett verzichten.
 

Eine gesunde Darmflora mit Probiotika aufbauen

Voraussetzung für eine gesundheitsfördernde Wirkung von Probiotika ist, dass die Bakterien dort ankommen, wo sie hinsollen. Das heißt, sie müssen in ausreichend großer Menge im Lebensmittel vorkommen, denn sie müssen die Passage durch Magen und Dünndarm überstehen und sich gegen die im Dickdarm vorherrschenden Bakterien durchsetzen.

Bei gesunden Menschen reicht in der Regel schon eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse und Vollkornprodukten, um das Mikrobiom im Gleichgewicht zu halten.
 

Prä- und probiotische Ergänzungmittel für einen gesunden Darm:

 
 
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Auch Präbiotika haben eine gesundheitsfördernde Wirkung

Anders als bei Probiotika handelt es sich bei den Präbiotika aber nicht um Mikroorganismen, sondern um Ballaststoffe, die vom Körper nicht verdaut werden. Zu ihnen gehören Pflanzeninhaltsstoffe wie Inulin und Oligofruktose. Manche der guten Bakterien im Dickdarm stürzen sich geradezu auf diese Präbiotika, verwerten sie bevorzugt und können sich dadurch vermehren.

Präbiotische Lebensmittel sorgen also dafür, dass sich vor allem die so wertvollen Bifidobakterien in unserem Darm wohlfühlen. Und sie helfen auch bei Darmträgheit, Durchfall und Verstopfung.
 

Viele Lebensmittel enthalten gesunde Ballaststoffe

Einige Lebensmittelhersteller versetzen Produkte wie Backwaren, Fruchtsäfte und Wurstwaren mit Präbiotika, um sie ballaststoffreicher und damit „gesünder“ zu machen. Dabei liefert die Natur uns eigentlich genug: Präbiotika sind zum Beispiel in Chicorée, Topinambur, Zwiebeln, Knoblauch, Schwarzwurzeln, Artischocken und Bananen enthalten.

Damit Präbiotika wirken können, sollte allerdings eine Menge von etwa fünf Gramm pro Tag aufgenommen werden. Das bedeutet für den Speiseplan: mehrere Portionen Gemüse – etwa als Salat, Beilage, als Suppe oder Saft.

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The Lose Your Belly Diet: bejubelter Ernährungsratgeber aus den USA

Ihr möchtet mehr zu diesem Thema erfahren, dann kann ich euch ein derzeit sehr begehrtes, ernährungswissenschaftliches Buch aus den USA empfehlen:

‚The Lose Your Belly Diet‘ verbindet probiotische und präbiotische Ernährungstipps mit einem Sport- und Ernährungsplan. Damit zielt das Buch auf einen langfristigen Gewichtsverlust und verweigert sich Crash-Diäten mit Kurzzeiteffekt.

Das von von Travis Stork geschriebene Ernährungsbuch, das in Amerika gerade Erfolgsgeschichte schreibt, ist seit Anfang des Jahres auf den Bestseller-Listen. Die Grundidee ist es, sich auf einen bisher unbeachteten Teil unserer Verdauung zu konzentrieren: die Darmbakterien.

Ein sehr interessanter Ansatz wie ich finde, den ich aus ernährungsmedizinischer Sicht nur vertreten kann.
 

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Foto credit @ Unsplash [Creative Commons Zero (CC0) Lizenz]

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