Ist der Snooze-Button am Morgen auch oft euer bester Freund? Es läuft schon automatisch ab: Der Wecker läutet, man drückt die Schlummer-Funktion, um sich noch einmal genussvoll in die Kissen zu kuscheln.

Er gibt uns die Möglichkeit länger im Bett zu verweilen, als unser eigentlicher Wecker. Doch dieser beste Freund im Bett ist eigentlich ein Betrüger! Warum wir die Schlummer-Funktion nicht verwenden sollten und wie man morgens besser aus dem Bett kommt, erfahrt ihr in diesem Beitrag!

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Das Hormonsystem und der Schlafzyklus

Wir Menschen sind dafür geschaffen, langsam wach zu werden und nicht aufgrund eines Alarms. Denn während der Nacht durchlaufen wir mehrere Zyklen, die zwischen Non-REM- und REM-Schlaf hin und her wechseln. Beim Non-REM-Schlaf weist das Gehirn langsamere Wellen auf und führt viele Wartungsaktivitäten aus. Beim REM-Schlaf kommt das Gehirn in die Gänge, wobei es erhöhte Gehirnwellen und eine erhöhte Hormonproduktion von Cortisol und Testosteron aufweist. Sobald sich das Morgengrauen ankündigt, werden die REM-Zyklen immer weniger. Wenn Menschen natürlich und im Einklang mit ihrem zirkadianen Rhythmus aufwachen, sind die Testosteron- und Cortisolwerte aufgrund dieser langen REM-Perioden hoch, wodurch das Wachsein und die Aufmerksamkeit unterstützt werden.
 

 
 
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Der Snooze-Button – Freund oder Feind?

Montag Morgen, 7:00 Uhr – Routine: Der Alarm geht an, man drückt den Snooze-Button. Drei bis fünf mal bevor man die eigenen vier Buchstaben tatsächlich von der weichen und gemütlichen Matratze hochbekommt. Und anstatt sich nach einer frischen Dusche noch gemütlich hinzusetzen und einen Kaffee zu schlürfen, hetzt man nach der Dusche nur fix durch den Kleiderschrank, weil man eh schon viel zu spät dran ist.

Die Wahrheit ist aber mehr als nur eine kleine Unannehmlichkeit – diese morgendliche Angewohnheit wirft unsere innere Uhr förmlich über den Haufen. Ist euch schon mal aufgefallen, dass man nur umso müder den ganzen Tag über ist, wenn man sich diese extra Minuten Kurzschlaf gegönnt hat? Und dass es völlig egal ist, zu welcher Zeit man seinen Alarm gesetzt hat – man ist einfach immer müde!
 

Warum Snoozing auf Dauer müde macht

Doch es ist genau dieser Snooze-Button, der daran Schuld sein könnte! Wir machen es unserem Körper und unserem Gehirn nur umso schwerer wirklich wach zu werden und zu funktionieren, wenn wir durch dieses heimliche Laster jeden Morgen ein-, zwei- oder dreimal in Anspruch nehmen, um diese ultra kurzen Intervalle von Extra-Schlaf in die Länge zu ziehen.

Der menschliche Körper funktioniert nämlich am besten, wenn er klare Regeln gesetzt bekommt. Und so ist der nervtötende, morgendliche Alarm dazu vorgesehen, diese Funktion wie ein Buzzer zu übernehmen. Wenn das Smartphone (der moderne Wecker) Alarm schlägt, sollten wir aus dem Bett springen und unseren Tag beginnen. Spielen wir aber mit dem Snooze-Button herum, ist das ein verwirrendes Zeichen für unseren Körper.

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Eine Alternative zur Snooze-Taste

Es gibt ein paar Alternativen zur Snooze-Taste. Menschen fühlen sich viel besser, wenn sie den Wecker einfach auf eine etwas spätere Uhrzeit stellen und aus dem Bett steigen, sobald dieser sie weckt. Dadurch wird ein längerer REM-Schlaf inklusive hoher Cortisol- und Testosteronwerte ermöglicht, die dafür sorgen dass wir fitter sind. Für diejenigen, die Schwierigkeiten damit haben, morgens aufzustehen und bisher ein allmähliches Wecken durch die Snooze-Taste benötigen, gibt es z.B. Wecker, bei denen Licht und Geräusche schrittweise ansteigen. Dadurch wird ein langsames Wachwerden ermöglicht, ohne den Wechsel von REM- in Non-REM-Schlaf zu einer Zeit, in der Cortisol und Testosteron am meisten benötigt werden.
 

Alternativen zum Snooze-Button gibt es hier:

 
 

Wie man morgens besser aus dem Bett kommt

Obwohl uns der Snoozeknopf das Gefühl gibt, dass wir noch ein wenig mehr des benötigten Schlafs bekommen, kann er in Wirklichkeit zu Gesundheitsproblemen führen und es uns sogar noch schwerer machen, aufzustehen und den Tag zu beginnen. Wenn wir das Aufstehen verzögern, beeinträchtigt dies unseren zirkadianen Rhythmus, der für eine gute Gesundheit und das Vorbereiten der mentalen Funktion notwendig ist.

Stelle deinen Alarm zu der Zeit, zu der du wirklich aufstehen musst, nicht 10, 20 Minuten davor oder noch früher. Wenn der Wecker dann klingelt, solltest du direkt beim ersten Klingeln aufstehen. Fünf bis zehn unterbrochene Schlafminuten mehr sind definitiv nicht genug um den regenerierenden Schlaf zu bekommen, den wir brauchen um uns frisch und fit zu fühlen. Es braucht sicher ein wenig Übung mit dem ersten Alarm aufzustehen und dem Verlangen auf Snooze zu drücken, zu wiederstehen. Auf die Dauer gesehen, wird jeder Morgen dadurch aber nur besser werden!

Spätestens am Montag Morgen wird es also Zeit, einen klaren Bruch mit dem Snooze-Button einzugehen!

Foto credits @ Ruby Schmank, Kinga Cichewicz [Creative Commons Zero (CC0) Lizenz]

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
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Ist der Snooze-Button auch euer bester Freund? Wie oft drückt ihr den die magische Taste?