Viele Blogger streben nach ihrer ersten Kooperation, sind sich aber gar nicht sicher, wie sie das anfangen sollen, dabei kann gerade die Herangehensweise entscheidend sein. Mittlerweile habe ich mit liebewasist.com so meine eigenen Erfahrungen gesammelt und bin ganz froh sagen zu können, dass ich einen sehr guten Kontakt zu meinen Kooperationspartnern pflege – wenn man von wenigen Ausnahmen (wie dieser hier) absieht.

Blogging 101_Wie und wann baut man am besten Kontakt zu Marken und Kooperationspartnern auf_ Blogger 1x1_Kooperationen bekommen_liebewasist.com LIFE & STYLE ADVICE BLOG Berlin - Düsseldorf
 
Natürlich ist dieser Markt immer noch sehr neu – es gibt kein richtig und kein falsch. Man kann hier also gut und gerne auf das eigene Bauchgefühl hören. Für den Anfang aber hoffe ich, dass meine Tipps euch helfen, mit ersten potenziellen Kooperationspartnern in Kontakt zu treten.
 

Wann ist ein guter Zeitpunkt mit der Kooperations-Akquise zu beginnen?

Man kann eigentlich gar nicht früh genug anfangen erste Kontakte zu knüpfen. Es ist am Anfang auch relativ unwichtig, wie groß die soziale Reichweite ist, denn auch wenn man medial gesprochen noch ganz klein ist, macht es Sinn, bereits erste Grundsteine zu legen.

Was man „verlangen“ kann ist dann natürlich oft doch abhängig von der eigenen Reichweite. Hier aber mal wieder ein sehr schönes Beispiel aus meinem Blog-Repertoire:

Vielleicht erinnert ihr euch an diesen Beitrag, in dem es um die Marke 100 Percent Pure ging und deren wundervolle Fall for Coffee-Serie?! Aber erinnert sich auch jemand von euch daran, dass ich bereits zu meinen Bloganfängen mit der kalifornischen Naturkosmetikmarke kollaboriert habe (den Beitrag findet ihr hier)?

Damals noch bedeutend kleiner, nahm ich das erste mal meinen Mut zusammen und schrieb das Unternehmen an, weil ich für diese Marke einfach brannte! Und siehe da, man bot mir ein PR-Sample und ein Giveaway für meine Leser im Gegenzug für einen Beitrag.

 
Größere Unternehmen verfügen eventuell nicht über die Kapazitäten kleine Blogger zu unterstützen, daher ist es durchaus ratsam an viel kleinere Brands zu denken – sie sind oft dankbar, wenn ein ambitionierter Blogger seine Hilfe zur Vermarktung und Bekanntmachung anbietet. Der Content, der für euch dann am Blog mit einer Marke platziert wird, ist ebenfalls eine super Referenz für die Zukunft. Und: Übung macht den Meister!

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Die Perspektive der Marke verstehen

Ich finde es sehr wichtig zu verstehen, wie der Kampagnenprozess normalerweise aus Sicht des Unternehmens funktioniert.

In der Regel haben diese ein festgelegtes Budget, um es jedes Quartal für das „Influencer-Marketing“ auszugeben, und sie haben spezifische Ziele, die sie damit erreichen wollen. Sie können sich darauf konzentrieren, eine bestimmte Produktlinie zu vermarkten oder die Marke an sich. Zudem kann das Unternehmen mit Werbeagenturen oder Influencer-Netzwerken zusammenarbeiten, die die Verbindung zu Bloggern herstellen – was häufig bei größeren Marken der Fall ist.

So kommt es auch, dass eine Marke eher selten einmalig mit den jeweiligen Bloggern zusammenarbeitet. Die Agenturen garantieren dem Unternehmen, dass sie für eine Kampagne mit einer bestimmten Anzahl an Bloggern gleichzeitig zusammenarbeiten können.

Natürlich gibt es Ausnahmen, aber es ist gut zu wissen, dass einmalige Partnerschaften nicht allzu erstrebenswert sind – weder für das Unternehmen, noch den Blogger.

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Die eigene Haltung kann entscheidend sein

Ich denke, der größte Fehler den Blogger machen, wenn sie nach Kooperationen streben, ist die Annahme, dass die Marke davon überzeugen muss, mit ihr zusammen zu arbeiten. Eigentlich ist es aber genau umgekehrt: stelle dir das Unternehmen als potenziellen Kunden vor (denn genau das ist er im Endeffekt!). Du willst ihn beeindrucken und überzeugen, Geld für dich auszugeben.

Gleichzeitig darf man aber gerne in die eigenen Fähigkeiten und die Marke, die man selber aufgebaut hat – der eigene Blog! – vertrauen. Wenn eine Kooperation erfolgreich ist, dann hat quasi einfach die Chemie gestimmt! Wenn nicht, dann ist das oft nichts Persönliches, sondern eine Reflexion über das zur Verfügung stehende Budget.

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Wie schreibe ich ein Unternehmen an?

Im Marketing wird oft mit engen Zeitplänen gearbeitet. Eine offene Anfrage ohne handfeste Informationen überzeugt da nicht allzu gut. Wer einem Unternehmen per E-Mail eine tolle Idee für eine mögliche Zusammenarbeit präsentiert, hat aber schon mal gut Karten gelesen und wahrscheinlich auch bedacht zu werden!

Halte es kurz: super lange Mails mit langen Absätzen können entmutigend sein. Wie beim Schreiben eines Blogposts gilt auch hier: immer übersichtlich und strukturiert bleiben, damit der Lesefluss stimmt.

• Stelle Links zu deinem Blog und sozialen Kanälen in die E-Mail.

Entwickle konkrete Ideen: Marketingleute lieben es, wenn du schon mit Inspiration kommst, damit sie eine mögliche Kooperation direkt visualisieren können.
 

Mach es dem Unternehmen so einfach wie möglich

Zu guter Letzt möchte ich euch die wichtigsten Dinge nennen, die ein Unternehmen interessiert, wenn es angeschrieben wird. Zwar betrifft dies eher Blogger, die schon eine größere Reichweite durch ihren Blog haben, aber wie auch vorher schon gesagt: früh übt sich und auch kleinere Blogger können davon profitieren.

• Natürlich solltet ihr euch selber und euren Blog erstmal vorstellen:
Wer, was, wo und warum – die klassischen W-Fragen. Aber bitte nicht zu weit ausholen, der Übersichtlichkeit halber!

• Interessant ist natürlich die Reichweite, insbesondere die Anzahl der monatlichen Seitenaufrufe und die Stärke der Community: natürlich sind auch Follower der sozialen Kanäle wichtig – lasst euch aber nicht abhalten, wenn diese Zahl nicht mit den Großen mithalten kann: als Blogger steht der Blog immer noch an erster Stelle und die Zahlen, die dort generiert werden, haben eine enorme Aussagekraft! Für all diese Eckdaten würde ich der Übersichtlichkeit halber ein Mediakit mit detaillierterem Blick auf die eigene Marke (also den Blog) und die Reichweite hinzufügen.

Wollt ihr mehr zum Thema Mediakit wissen, wie es aufgebaut wird und welche Do’s und Dont’s es dabei gibt? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

• Dann ist es für den potenziellen Kooperationspartner wichtig zu wissen, warum ihr daran interessiert seid mit speziell dieser Marke zusammenzuarbeiten. Auch beispielhafte Inhalte, bei denen ihr die Marke in der Vergangenheit eventuell schon vorgestellt habt, sind eine gute Referenz – das unterstreicht die Authentizität enorm!

• Die konkrete/n Idee/n (oder Ideen): in der Regel ist das für den Blog ja ein gesponserter Beitrag, vielleicht habt ihr aber auch die Idee zu einer ganzen Serie (Stichwort Kundenbindung!), bestimmten Social Posts oder ein Event? Was auch immer es ist, ein Konzept dafür macht es dem potenziellen Kooperationspartner immer leichter eine (positive) Entscheidung zu treffen.

• Was das Budget anbelangt, warte ich in der Regel erstmal auf Antwort. Ohnehin habe ich in meinem Mediakit eine grobe Angebotsübersicht, bei der der Kunde eine erste Vorstellung bekommt. Wichtig finde ich aber, dass man von Anfang klarmacht, dass eine Art von Aufwandsentschädigung erwartet wird, sonst führt das zu unnötigem Hin- und Hergeschreibe, das am Ende ins Leere führt, weil beide Partner eine falsche Vorstellung hatten.

• Bei größeren, und langfristigen Ideen, finde ich es auch immer angenehm ein Telefonat zu vereinbaren. Oft können so auf sehr viel kürzerem und einfacherem Weg Rahmenbedingungen abgeklärt werden. Wer in der Nähe wohnt, kann auch mal einen Business-Kaffee vorschlagen – das macht immer einen guten Eindruck und man baut so sehr viel mehr Nähe zu einer Marke auf.

 
Blogging 101_Wie und wann baut man am besten Kontakt zu Marken und Kooperationspartnern auf_ Blogger 1x1_Kooperationen bekommen_liebewasist.com LIFE & STYLE ADVICE BLOG Berlin - DüsseldorfFoto credit @ STIL on Unsplash
Dieser Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
 

Habt ihr schon erste Erfahrungen mit Kooperationen am Blog? Welche Schwierigkeiten habt ihr, mit Kooperationspartnern in Kontakt zu treten?