Ayurveda ist übersetzt die Wissenschaft des Lebens und bezieht sich nicht ausschließlich auf unsere Ernährung, auch wenn diese einen sehr wichtigen Bestandteil darstellt. Heute gibt euch Nadine eine Einführung ins Ayurveda, die Power des Lebens.

 

Ayurveda - Die Power des Lebens_Einführung in die ayurvedische Lebensweise_liebewasist.com -YOGA, LIFE & STYLE Advice Düsseldorf_Yoga-Blog

Während meiner Yogalehrer-Ausbildung lernte ich das Buch: Die Mentale Kraft des Ayurveda“ von Janes Vaidya, sehr zu schätzen und daher möchte ich es Dir heute, als erste Leseempfehlung, mit auf den Weg geben.

Ayurveda – kein Verzicht, sondern bewusstes Sein

Als erstes sollte man sich bewusst machen, dass ayurvedisch zu leben, kein Verzicht auf bestimmte Dinge bedeutet, sondern einfach ein Weg ist, um bewusst in seiner vollen Kraft, zu leben. Was tut Dir gut? Und was eben nicht.

Unsere Seele hat drei wichtige Merkmale. Sie besitzt ein Gaspedal (Rajas), eine Kupplung (Sattva) und ein Bremspedal (Tamas). Nur in einem balancierten Zustand, können wir klare Entscheidungen treffen. Zu sehr beschleunigt, fliegen wir vielleicht aus der Kurve. Zu stark gebremst, hinken wir gedanklich hinterher und verpassen den Spaß. Und immer nur am Kuppeln, spiegelt unsere innere Nervosität und Angst wider. 

Diese drei Merkmale werden von gewissen Elementen reguliert und bestimmt:
Pitta reguliert die Beschleunigung. Es ist das Feuer in uns.
Die Bremse stellt Vata dar. Die Luft in uns.
Kapha ist unsere Kupplung. Das Element Wasser.

Jeder von uns trägt ein wenig Pitta, Kapha, Vata in sich. Aber zu unterschiedlichen Anteilen. Es geht im Ayurveda nicht darum, zu behaupten oder gar festlegen zu können: Ich bin Das und Du bist Das. Auch wenn wir Menschen genau das gerne immer tun wollen. Festlegen. Etwas klarstellen und dann Sorge dafür tragen, dass der Zustand sich nicht verändert. Aber natürlich verändern wir uns und das ist gut so. Und genau so ist es auch mit Vata, Pitta und Kapha. Über unser gesamtes Leben hinweg, können sich diese Anteile in uns verändern. Wichtig für unser körperliches und geistliches Wohlbefinden ist aber, dass wir uns nie zu weit weg von unserem Element entfernen, mit welchem wir auf die Welt gekommen sind.

 

Mit welchem Element bist Du zur Welt gekommen?

Wahrscheinlich fragst Du Dich jetzt, mit welchem Element Du wohl zur Welt gekommen bist? So ging es mir zumindest, als ich begann mich mit Ayurveda zu beschäftigen.

Viel über dein Geburtsdosha erfährst Du mit einem Blick in den Spiegel und einem tiefergehendem Gespräch mit Deinen Eltern.

Hast du beispielsweise große oder kleine Augen (Zähne, Hände, Kopfform)?
Hast du dicke oder dünne Haare? Hast Du eine blasse oder rosige Haut? Bist Du groß und schlank oder klein und gut proportioniert? Ist deine Haut wohl genährt, fettig oder gar rissig? 

Hast Du Dich als Kind gut alleine beschäftigen können? Warst Du sehr aktiv oder oft schläfrig (wie ich)? Brauchtest Du immer Jemanden um Dich herum? Welche Kinderkrankheiten hattest du oft?

Es gibt unzählige Tests dazu im Internet und auch wenn ich es als wichtig erachte herauszufinden, mit welchem Element man geboren worden ist, sollte man nicht jedem beliebigen Test Glauben schenken. Ich empfehle Bücher darüber zu lesen. Das Schöne, wie ich finde, ist der erste Schritt: Man beginnt über sich und seinen Körper nachzudenken. Man fängt an zu beobachten. Daher: Vertraue nie nur irgendeinem Testergebnis, sondern geh in die eigene Beobachtung und halte per Tagebuch fest, wie Du Dich wann verhältst und wann Dir etwas gut tut und wann eben nicht. Du bist individuell und solltest, bevor Du Jemand anderem Glauben schenkst, zu allererst Dir Glauben schenken.

So wie jedes Element in uns wohnt und für ein Gleichgewicht ins unserer Seele sorgen soll, so ist jede Jahreszeit auch von einem vorherrschenden Element geprägt. 

 

Vata – Luft – Herbst / Winter

Es ist die Zeit des Aufbrechens und Lösens alter Strukturen. Der Wind macht den Weg frei, für neue Chancen, Ideen und Möglichkeiten. Und auch wenn sich dies bei uns immer so anfühlt, wie ein wütender Tornado in unserem Kopf, ist diese Zeit sehr wichtig für uns. Wir müssen nur akzeptieren, dass es gerade halt eben so stürmisch in uns ist.

Es ist wichtig; damit im Frühling, unser Kapha, wieder Neues in uns erwecken kann und wir mit frischer Energie, Elan, Stabilität und Ruhe und gewonnener Positivität, unsere neuen Ziele, Ideen und Träume nachgehen können.

 

Kapha – Erde/Wasser – Winter / Frühling

Das Dosha Kapha steht für das Neu-Entstehen, für den Wachstum und für die Heilung. Und genau hierfür steht der Frühling.

Es ist Zeit für die Umsetzung neuer Ideen;
Es ist die Zeit der Motivation und;
Es ist die Zeit der puren Freude.
Lange Spaziergänge in der Natur; die ersten Sonnenstrahlen erhaschen und die kleinen Wunder der Natur beobachten!

 

Pitta – Feuer – Sommer

Besonders interessant für uns alle gerade, ist der Wechsel in den Sommer.

Es wird warm – um uns und in uns. 
Die PITTA Season ist für hitzige Momente bekannt und daher müssen wir in dieser Zeit uns selber (Geist & Seele) ordentlich Abkühlung verschaffen. Da Umsetzungen anstrengend sind, brauchen wir Pausen.

Mit dem nahenden Beginn des Sommers am 20. Juni, bricht für uns die PITTA Season an. Wir verlassen den Frühling, die KAPHA Zeit, in dem alles „Neue“ entstehen darf. Nicht nur in der Natur, sondern auch in uns. Kleine Ideen zum Jahresanfang, die sich über die KAPHA Zeit hinweg entwickeln durften, um genau dann in der PITTA Phase „gelebt“ werden zu können.

 

Stop. Breathe. Observe.

Und es liegt im Bereich des Möglichen, dass die spezielle Situation gerade Vieles ins Wanken gebracht hat. Vermutlich passen unsere Anfangsüberlegungen und Ideen gerade nicht mehr zu 100% und wir brauchen vielleicht ein paar Momente länger, um noch einmal in die Planungen einzutauchen und um unsere Strategie anzupassen. Daher ist es umso wichtiger sich in der PITTA SEASON nicht stressen zu lassen.

Ja, mit dem Sommerbeginn wird uns allen wieder bewusst, wie schnell die vergangenen Monate doch wieder geflogen sind. Und dann passiert es oft, dass man die letzten Monate reflektiert und beurteilt und dabei feststellt: Irgendwie noch nichts erreicht (was in 9 von 10 Fällen mit Sicherheit nicht mal stimmt). Daraus entsteht eine innere Unruhe, weil wir doch so Vieles erreichen wollten im neuen Jahr. Wir fangen an, uns zu beeilen und rennen dem hinterher, was wir uns alles vorgenommen hatten. 

Kein Rennen in der PITTA Phase. Alles kann, aber nichts muss. Oft nehmen wir uns zu viel vor. Daher hilft es einmal zu filtern, welche eine, Deiner vielen, Ideen, dieses Jahr wirklich umgesetzt werden darf. Wenn Dir eine Idee oder Sache am Herzen liegt und Du wirklich Lust darauf hast dieses Herzens-Projekt reifen zu lassen, dann kann Dir die PITTA Zeit super helfen. Denn der Sommer bringt den notwendigen Drive mit. Die PITTA Zeit, der Sommer, kann der notwendiger Schubser sein, um wirklich zu Handeln. Aber ohne Ego – ohne Perfektion – sondern Passion. Und wichtig ist es dann, sich nicht alles „kaputt“ zu denken: Einfach erstmal versuchen den ersten Schritt zu gehen mit dem Schubser aus der PITTA SEASON. Einfach mal machen

Hat dieser Beitrag Dein Interesse geweckt und Du willst erfahren, was Dich ayurvedisch ausmacht, um in Deiner vollen Kraft zu leben? Dann schreib Nadine über Instagram oder via Mail machenundlachen@mail.de! Sie freut sich von Dir zu hören!

 

Text: Nadine Venhoven

Foto credit @unsplash

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