Es ist schon wieder einen guten Monat her, dass ich auf den German Press Days zu Gast war und mit einigen Modeunternehmen ins Gespräch kommen durfte. Eure Nachfragen waren groß und so habe ich mir die Zeit genommen und diesen interessanten Tag noch einmal Revü passieren lassen.

Es ging um die Moderevolutionen auf Runway und den Straßen, aber auch um ein paar politische Aspekte und ich war überrascht wie offen wir darüber plaudern konnten.
Während es super spannend ist zu sehen, was in der Fashionwelt gerade an neuen Trends auf die Straßen kommt, mache ich mir ja auch immer wieder meine eigenen Gedanken zum Thema Mode. Und was dabei am Ende des Tages herausgekommen ist – lest selbst!

Hemdblusenkleid: American Apparel (vintage) // ähnliches Hemdblusenkleid mit Streifen hier oder hier
Jeans: Levi’s // gleiche Mom-Jeans im Used-Look hier
Schuhe: Asos // gleiche spitze Ballerinas im Gobelin-Blümchen-Design hier

 

Fashion-Revolution wird zum individuellen Statement

Das politische und und gesellschaftliche Environment dreht derzeit buchstäblich auf der ganzen Welt durch und ganz egal ob du zur linken oder rechten Hälfte stehst, man kann nicht leugnen, dass etwas in der Luft liegt.
Es kommt mir fast vor, als könnte man diesen Umschwung mit dem vergleichen, was die sexuelle Revolution in den 60er Jahren geschafft hat: die Menschen bekommen mehr und mehr Interesse an der Politik und wollen alles, auch über die kleinste Kontroverse wissen.

Mehr noch, denn heutzutage will man Stand halten können und gehört werden. Und wegen all dem Aufruhr und der Bewegung in den sozialen Medien, wird auch die Fashionwelt politisch und das nicht unbedingt in leiseren Tönen. Das fängt schon beim Statementsweater an, der Anfang des Jahres eine große Welle schlug und nach wie vor gern getragen wird. Man drückt sich aus, trägt seine Meinung auf der Brust.


 
Politik und Mode, eine Sache von Einfluss

Ich finde es super spannend zu sehen, wie ein Trend sich erhebt und selbst verteidigt. Ob wir hier über politische Präferenzen, Frauenrechte, Menschenrechte oder die Bildung sprechen, Mode ist eine Macht, die wir alle sprechen, auf die wir alle zählen können. Sie ist mehr als ein Support! Wir zeigen sie auf unserer Haut, dem größten Organ unserers Körpers – laut und deutlich und leben unser politisches Statement damit buchstäblich aus! Und genau diesen Wunsch, greift die Modeindustrie derzeit auf. Sie erkennt nicht nur, was gesehen werden will, sondern auch, wer einen Einfluss hat. Und dass dies nicht nur unbedingt die Schönen und Reichen, sondern auch die Microinfluencer unter uns Bloggern sind, dürfte spätestens nach meinem Beitrag über den Bloggerworkshop klar sein.
 

Mode ist Politik zum Mitmachen

Designer verwischen die Grenzen zwischen Womens und Mens Wear. Wir können tragen was auch immer wir wollen – und wen kümmert es?! Längst schauen wir nicht mehr auf die viel zu perfekten Profile, in denen kein Detail dem Zufall überlassen und bearbeitet, retouschiert wurde ohne Ende.
Der Streetstyle zeigt uns, dass Weiblichkeit auch anders geht. Es geht viel mehr um den Charakter und die Persönlichkeit, als um irgendeine äußere Form – und das verleiht der inneren Schönheit sehr viel mehr Ausdruck. Und all das scheint eben gerade durch die Social Media Welt mit ihren Fashion-Instagramern und -Bloggern möglich. Sie bringen den Trend erst auf den tragbaren Markt und das für jeden!

Fotografie / photography: Sarah Pritzel
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Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, sich an der politischen Moderevolution zu beteiligen. Fashionshows sind schon lange nicht mehr das was sie einst ware, eine bloße Modenschau. Pop-up- und Cocept-Stores nähern sich dem Endverbraucher, den Fashionistas auf einem ganz andere Level. Wir suchen nicht mehr nur nach schnelllebiger Mode, schleichen an Mutters Kleiderschrank und kramen die alten Mom-Jeans wieder raus, denn das ist authentisch. Und es gefällt.
 

Wie seht ihr das Thema Mode und Politik? Lasst ihr euch von der Fashionwelt oder Politik in eurer Meinung beeinflussen?

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