Ich erinnere mich, dass ich mir in meiner Teeniezeit ständig Gedanken darum gemacht habe, mich selbst zu findenals wäre es ein Reiseziel, an dem man ankommen müsste oder eine ein Punkt auf der To-Do-Liste des Lebens, den es abzuhaken gilt.
Aber wisst ihr was?! Ich bin an diesem Reiseziel immer noch nicht angekommen oder habe es auf der Liste abgehakt! Und inzwischen ist mir bewusst, dass man das wahrscheinlich auch nie wird. Mich erinnert das an Ebbe und Flut: es gibt immer Zeiten, in denen man verunsichert und vewirrt ist und sich fragt, was als nächstes kommt, was man selber will – und manchmal sogar wer man eigentlich ist.

Zwar stehe ich im eigentlichen Sinne nicht davor etwas Großes zu erleben, wie einen Umzug oder eine Jobwechsel. Aber dennoch hat sich vieles in den letzten Wochen verändert. Zur Zeit sitze ich an einigen Projekten, die ich u.a. mit meiner lieben Eve von eveblogazine.com realisieren werde. Solche Projekte haben immer viel mit Organisation und Deadlines zu tun. Und oft wachsen einem die To-Do’s dann über den Kopf und man fühlt sich gehetzt vom eigenen Alltag.
Kennt ihr dieses Gefühl auch? Wenn ihr selber auch manchmal in so einer Phase steckt, hilft euch vielleicht was mir hilft um micht nicht allzu verrückt zu machen.

When you’re trying to force creativity or great ideas and it’s just not happening, you might need a break. Put the work away for a few days, use a different part of your brain, and regroup refreshed.

 

Einen Schritt zurückgehen

Wenn man versucht Kreativität oder große Ideen zu erzwingen, sie aber partout nicht kommen wollen, dann ist es vielleicht Zeit einen Schritt zurückzutreten. Das ist nicht gleichbedeutend damit, etwas aufzugeben. Vielmehr bedeutet es, dass man sich darum kümmert und bemüht ist, daraus das beste zu machen, was möglich ist. Die Arbeit für ein paar Tage beiseite zu legen und den Kopf mit einem anderen Projekt zu füttern, hilft mir oft ungemein wieder klare Gedanken zu fassen.
 

Die Realität ist das, was zwischen den Fotos passiert

Meine kürzliche Erfahrung was die Abstinenz von Instagram angeht, hat mir gezeigt, dass es manchmal ganz gut ist, sich kurzzeitig von Social Media-Kanälen zu entfernen. Während Insta, Facebook und Co. allesamt durchaus positive Aspekte für das eigene Lebensgefühl haben, sorgen sie andererseits auch oft genug für ein unrealistisch Abbild von der Welt dort draußen. Wenn man sich dann schon relativ verloren in seinem eigenen, realen Leben fühlt, graben die Vergleiche einen nur noch tiefer in dieses Gefühl.
Denkt realistischerweise mal daran, dass die Menschen, die schöne Postings von ihrem Leben, ihrer Karriere, ihren Reisen und Beziehungen online stellen, sich zwischen ihren perfekten Fotos manchmal genauso verloren fühlen.
 

„Elf Minuten“ in einer anderen Welt

Okay, ich muss zuegeben, seit ich wieder studiere, habe ich nur noch selten ein Buch außerhalb der Uni gelesen.Doch kürzlich habe ich in einem Blogpost eine Buchvorstellung von Paulo Coelho gelesen und mich wieder daran zurück erinnert wie gerne ich diesen Autor schon in meiner späten Jugend gelesen habe. Also habe ich seinen Roman „Elf Minuten“ kurzerhand einsteckt und während meine Reise, als es auf die German Press Days nach Berlin ging gelesen.

Ob Biografie, Roman oder Fiction wie Harry Potter, Bücher können eine fantastische Resource sein, wenn man sich gerade nicht am rechten Fleck fühlt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Inspiration sie bieten und die eigene Vorstellungskraft ankurbeln. Und andererseits bieten sie Geborgenheit in einer Welt, die sich ganz bewusst von der eigenen unterscheidet. Kehrt der Kopf von dieser Reise durch das Buch zurück, hat man möglicherweise eine bessere Vorstellung vom nächsten Schritt.

Whenever I feel blah or confused about anything, logging off from social media is a good step. Keep in mind that social media is a quick snap of someone’s life, career, relationship, etc. – they’ve likely felt lost in between the perfect photos, too.

 

Den Entscheidungen freien Lauf lassen

Beinahe die Lösung für alles: Sport! Ein gutes Workout kann unbeschreiblich verjüngend wirken! Dabei muss es noch nicht einmal eine bestimmte Art von Bewegung sein. Persönlich schätze ich in solchen Situationen einen ausgedehnten Lauf, aber auch eine gute Yoga-Einheit wirkt Wunder. Gib deine Entscheidungen für die Zeit deiner Sporteinheit einfach mal ab. Das klingt veilleicht ein wenig esotherisch, aber es wirkt. Außerdem verhelfen die frei werdenden Endorphine einem direkt zu besserer Laune und vielleicht auch zu dem nötigen Push, nach dem man sucht.
 

Hab Vertrauen

„… alles wird gut“. Das hat zumindest meine Ma schon seit ich denken kann geprädigt. Auch wenn ich früher nie verstand, was an diesem Spruch dran ist, weiß ich heute, dass es um eine Art Urvertrauen in sich selbst geht. Ein Gefühl, dass egal wie sich das Blatt wendet, man immer noch einen positiven Aspekt daraus ziehen kann. Wir entscheiden uns in unserem Leben so oft um und genau diese Entscheidungen für einen anderen Weg sind in der Summe das, was uns schlussendlich ausmacht. Daher ist es wohl auch immer schwierig ein klares Reiseziel vor Augen zu haben und wirklich dort anzukommen, denn oft bemerken wir auf dem Weg dorthin andere Ziele, die es lohnt zu bereisen.
 
Zum Kimono-Look geht’s hier / find the kimono look here.
Fotografie / photography: Sarah Pritzel
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Kennt ihr dieses Gefühl, sich verloren im eigenen Alltag zu fühlen? Wie geht ihr damit um?