Photo Credit by Sarah Greger, Tagträume.

 
Letztes Wochenende war ich beim Bloggerworkshop von Ideensalat und eines gleich vorweg, ich war wirklich positiv überrascht.
Ich hatte mich für diesen Workshop angemeldet um vielleicht noch ein paar Insidertipps von der lieben Caro von Modesalat zu bekommen, die ihren Blog ja zum eigenen Business gemacht hat. Vor allem erwarteten mich aber wertvolle Tipps im Austausch mit Caro und ihrer Partnerin Sarah sowie den anderen Teilnehmerinnen – alles super liebe Mädels mit wunderschönen Blogs!

Deswegen möchte ich euch ein bisschen mit durch den Workshop-Tag nehmen und mich auch einem Thema widmen, dem wir früher oder später beim Bloggen begegnen könnten.

By the way, we all LOVED this passion fruit lemonade from Vilsa Brunnen.

 

Blog = Business?

Sicherlich habt ihr euch beim Bloggen schon gefragt, ob und wie ihr euren Blog zu einem Business machen könnt. Eine absolut berechtige Frage, denn wie Caro erklärte, ist die Arbeit am Blog definitiv etwas wert, es muss nur erkannt – und v.a. vermarktet werden.

Nicht weit davon liegt manchmal aber auch die Frage, den mühsam aufgebauten Blog einfach wieder in den Boden zu stampfen. Dann nämlich, wenn einem das Bloggen mehr Kopfzerbrechen verbreitet als alles andere.
Wohl jeder Blogger, groß oder klein, war schon an diesem Punkt, sich zu fragen, ob er das Bloggen einfach hinschmeißen soll. Jeder hat sich schon gefragt, ob das was er kreiert überhaupt einen Sinn ergibt, ob es ankommt und den Aufwand wert ist. Es ist ein ganz normales Gefühl, dem wir in der Blogosphäre begegnen, immer wieder. Und das ist das Gute daran, denn wir sind nicht allein.


 
Deine persönliche Motivation beim Bloggen

Wenn der Gedanke ans Bloggen allzu viel Stress bereitet und du dich 99% der Zeit schlecht dabei fühlst, dann ist es Zeit das Bloggen aufzugeben. Natürlich haben wir alle mal diese Breakdown-Momente, aber im Großen und Ganzen solltest du als Blogger das Bloggen lieben. Es sollte dich glücklich machen und dir einen Sinn geben.

Das schönste Gefühl ist, wenn ein Beitrag online gegangen ist und man die ersten Kommentare liest. Durch das Bloggen habe ich so liebe Menschen kennengelernt und durfte schon tolle Erfahrungen sammeln.

So wie Sarah von sarah-vanhelden.com den Moment liebt, indem sie die ersten Kommentare eines neu online gegangenen Posts zu lesen, sollten Motivation und Inspiration auf natürliche Weise vorhanden sein.

Manchmal kann es auch eine Challenge sein, wenn man zum Beispiel eine Deadline vor der Brust hat, so wie Emilie von lamodeetmoi.de, die ddaurch erst richtig produktiv wird. Doch wenn Bloggen anfängt sich nur noch wie Arbeit anzufühlen – ich meine diese Art von Arbeit, bei der wir eigentlich schon morgens mit Bauchweh aufwachen und lieber im Bett bleiben wollen – dann ist es vielleicht Zeit einzusehen, dass das nicht die richtige „Arbeit“ ist. Das eigene Glück sollte immer an oberster Stelle stehen.

Attending the Blogger-Workshop: Sarah (sarah-vanhelden.com) / Vanessa (diefashionista.com) / Emilie (lamodeetmoi.de / Mirja (schmittstyle.de) / Eve (eveblogazine.com) / Jenni (mehralsgruenzeug.com)

 

Gutes braucht manchmal Zeit

Wenn man für eine Weile bloggt, z.B. einige Jahre, aber immer noch an derselben Stelle wie zu Beginn steht, sollte man entweder versuchen etwas zu ändern oder einen anderen Weg einschlagen.  Es heißt ja auch nicht, dass nur, weil der eine Blog oder das Business ein Fail war, dass der/ das nächste auch einer wird. Manchmal braucht es eine Weile bis man das richtige findet.

Der Trend geht weg von den Zahlen und konzetriert sich wieder auf Qualität!

Ich würde ja immer sagen, dass man erstmal versuchen sollte, den bisherigen Weg zu optimieren. Natürlich sollten wir uns nicht nur an Zahlen messen. Als Unternehmerin von Haus aus sagt Caro zum Beispiel, dass der Trend von den Zahlen weggeht und sich (glücklicherweise!) wieder auf die Qualität konzentriert. Dennoch ist es einfach frustrierend kein Wachstum zu sehen, wenn man Monat um Monat, Jahr um Jahr seine Energie in den Blog steckt.

Mein eigener Blog, liebewasist.com wächst tatsächlich nur langsam, aber dafür habe ich eine starke Community hinter mir – euch! – die dafür sorgt, dass hier reger Austausch und Traffic herrschen. Auch das kommt nach außen an. Und mich macht es glücklich.


 
Die andere Art von Nacktheit im Internet

Bloggen ist auch ein bisschen wie sich ausziehen vor dem Internet – nicht wortwörtlich natürlich. Ein Blog lebt aber eben von Persönlichkeit und Authentizität und dazu gehört es auch immer etwas von sich preiszugeben, wie Jenni von mehralsgruenzeug.com während einer Diskussion richtig bemerkte. Das bedeutet aber auch, dass man sich verletzlich macht – für Kritiker zum Beispiel, die dich nicht einmal kennen. Es gibt aber natürlich auch super liebe Menschen da draußen und glücklicherweise musste ich auf liebewasist.com noch keine allzu harte Kritik wegstecken.

Ein Blog lebt von der Persönlichkeit seines Autors. Er muss etwas von sich preisgeben und authentisch sein.

Wenn du aber die Meinung und Kritik anderer allzu persönlich und schwerwiegend nimmst (der Punkt an dem man sich wirklich nicht mehr wohl fühlt), dann ist es vielleicht Zeit eine für eine Pause um davon abzuschalten.


 
Der eigene Blog – eine ganz persönliche Entscheidung

Letzten Endes ist es immer deine ganz persönliche Entscheidung, ob man sich beim Bloggen eine Pause gibt oder sogar ganz aufhört. Niemand kann sagen, was für dich persönlich das Beste ist, denn niemand weiß es so genau wie du! Die einzige Person, die Zugang zu deinem Glück, deinem Wachstum und Feingefühl hat, bist du selbst.

Nach einem kleinen Down am restlichen Wochenende habe ich also alle Tipps des Workshops zusammengenommen und mich wieder an den Schreibtisch gesetzt. Für mich lohnt es sich zu kämpfen und die Veränderungen am Blog anzugehen. Ich sehe sie als Herausforderung, die wir gemeinsam erleben.

Habt ihr euch schon mal gefragt, ob es Zeit ist aufzuhören? Was motiviert euch zu bloggen?

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