Nachdem diese Woche lauter Beiträge zu Gedanken über die vergangene Fashion Week in Berlin in meinem News Feeds augploppt sind, habe auch ich das Bedürfnis hier ein paar Worte anzubringen. Wer mir auf Instagram folgt, bzw. wem ich auf Insta folge, der hat es bestimmt schon mitbekommen, dass ich total unter die Insta-Storie-Suchties gegangen bin. Nicht unbedingt, dass ich selber viel Content produzieren – wie viele habe ich nämlich ein (riesen) Problem damit, meine eigene Stimmt zu hören – aber ich konsumiere unglaublich gerne …
Via Insta habe ich also auch mit Spannung die verschiedensten Stimmen mitverfolgt – nicht nur was die Fashion Week selber betrifft, sondern auch die Paraphonie, die dabei mitschwang.

Top: Sweewe // ähnliches weißes Lingerie-Top hier
Rock: Guess // ähnlicher A-Linienrock aus Fake-Leder hier oder hier
Jacke: Global Funk // ähnliche Bikerjacke aus Fake-Leder hier
Tasche: Hallhuber // gleiche Shopper-Bag hier
Schuhe: Oasis // gleiche Mid-Heels mit Blockabsatz hier
*Uhr: Daniel Wellington

 

„I am not an influencer, I am a blogger“

Das Thema „Influencer“ wurde wieder einmal mehr auf den Tisch gebracht. Dieses Wort, gehasst und doch von vielen ausgelebt, scheint die Geister zu scheiden.
Jana von bekleidet hat sich hier zum Beispiel genau mit dem Thema auseinandergsetzt, ob Blogger nun auch „nur“ Influencer sind oder, wie ich eben auch finde, eigentlich aus Spaß am Content kreieren, schreiben.

Und auch die liebe Caro von Modesalat hat es Anfang der Woche wieder mal auf den Punkt gebracht. Was nutzt uns das ganze Networking, wenn wir uns untereinander doch nicht unterstützen. Wenn wir uns untereinander doch nur neiden und Angst haben, dass ein jeder dem anderen die Butter Brot nimmt!? Es mag bei jemandem mit einer größeren Followerzahl, beispielsweise auf Instagram, auf den ersten Blick nicht auffallen, wenn er weniger Likes und Kommentare bekommt. Caro hatte aber schon ganz recht, wie ich finde, als sie sagte, dass wir hier einem gegenseitigen Prinzip folgen sollten.


 
Zurück aber zur eigentlichen Fashion Week …

Ich weiß nicht wie oft ich in der vergangenen Woche lesen musste die, wie doof es auf der Fashion Week war, wie stressig, wie schlecht dies, wie schlecht das … Aber ich verstehe nicht, warum alle (Fashion Week-) Welt nur über sie jammert, statt sich über die schönen Aspekte zu freuen. Natürlich, wie auch überall sonst, ist nicht immer alles nur rosarot und herzig. Weite Wege zu den Shows, bei denen man sich eine Blase nach der anderen holt, lange Schlangen beim Anstehen, Gedränge und die Anonymität bei den großen Bloggerevents die Fashion Week kann schnell zu einem der einsamsten Orte werden, wenn man ganz allein ist.
Doch auch wenn das ganze Hin- und Herfahren anstrengend, zuweilen stressig war. Und auch wenn oft wenig Zeit zum Durchatmen blieb, zum Essen und austauschen, trotzdem habe ich die Modewoche genossen. Denn wie jede (neue) Erfahrung, hielt auch diese ein paar Learnings bereit und davon sogar eine ganze Menge.


 
Warum die Fashion Week dieses mal anders war

Dieses Jahr war ich nicht nur als Fashion-„Konsumentin“ dort, sondern tatsächlich zum Arbeiten und um den Content aus der Woche mitzunehmen, den ich mir erhoffte.
Bei den vergangenen Fashion Weeks in Berlin habe ich meine Agenda meistens mit Shows und Präsentationen gefüllt, mich mit anderen Bloggern getroffen – und ich muss es leider zugeben, oft genug waren darunter einige, die mir das Gefühl gegeben haben, ich wäre weniger wert. Aber das ist ja eine ganz andere und zudem alte Geschichte.
Und warum das Ganze? Weil so eben Fashion Weeks sind – oder nicht? Zu je mehr Schauen du eingeladen bist, desto mehr „zählst“ du und mit je mehr People du plauderst, desto … umso weniger ist man natürlich allein, was schon an sich ein Umstand ist, den es zu beseitigen gilt.

Dieses Mal war die Fashion Week also irgendwie anders. Mit dem ersten Tag, an dem sie für mich angefangen hat, wurden alle Pläne im Kalender über den Haufen geworfen – bis auf die wirklich wichtigen natürlich, aber das waren eben keine Shows oder Events, sondern echte Businesstermine. Und das kuriose an der Sache, es hat so unglaublich gut getan einfach sein Ding zu machen, Show für Show sausen zu lassen und nur da aufzukreuzen, wo man wirklich wollte.

An diesem Punkt angekommen, habe ich trotz des Zeitdrucks von Terminen und Projekten angefangen, die Fashion Week wirklich zu genießen, eben genau des Wesentlichen wegen, der Mode. Die unfassbar tolle Gelegenheit zu bekommen, backstage einer Show dabei zu sein, war schon ein echtes Highlight. Ich bin in diesem Sinne wirklich dankbar für all die Möglichkeiten, die mir die Fashion Week dieses Jahr gegeben hat, die Inspiration und die Projekte.

Fotografie / photography: Patrick Piel
PR-Sampel (*). Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.

 

Wie habt ihr die Fashion Week erlebt? Habt ihr euch in den vergangenen Tagen auch so viel mit dem Thema Influencer beschäftigt und was haltet ihr vorm gegenseitigen Prinzip beim Netzwerken?

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