Die letzten Wochen waren irgendwie Chaos. Nicht unbedingt im übertragenen Sinn. Vielleicht bin ich aber einfach zu wetterfühlig, denn gerade haben uns noch die letzten Sonnenstrahlen auf der Nase gekitzelt, plötzlich ist der Herbst da. Und obwohl ich ein absolutes Sommerkind bin, freue ich mich eigentlich auf ihn, die bunten Blätter, Layerings, Kuschelzeit zu hause und, und, und. Doche gerade jetzt, gerade diese Woche, fällt der Übergang doch so schwer und am liebsten würde ich in den nächsten Flieger Richtung Sonne steigen und weg wie nichts!

Ist es das, was man den Herbstblues nennt? Bei Regen, Wind und grauem Himmel sinkt die Stimmung im Allgemeinen ja auf den Nullpunkt. Man fühlt sich müde und antriebslos und das morgendliche Aufstehen wird mit jedem Tag schwerer, weil es eben auch jeden Morgen dunkler ist – erst recht, wenn wieder eine graue Wolke am Himmel hängt! Doch eigentlich sind diese Verstimmungen ja kein Grund zur Sorge, sie kann nur etwas hinderlich sein um in den Tritt zu kommen.
 

Was hilft gegen den Herbstblues?

Das große Geheimnis um den Herbstblues ist aber schnell gelöst, denn in erster Linie fehlt uns Licht! Im Sommer hatten wir davon reichlich – nun vielleicht in diesem Sommer nicht ganz so viel. Doch jetzt werden die Tage wieder kürzer, die Wolken verdecken die Sonne und machen alles grau und düster. Unser Körper produziert deshalb weniger Glückshormone, das Serotonin, dafür aber deutlich mehr Melatonin, dem „Müdemacher“. Wir fühlen uns antriebslos und schlapp.


 
Bewegung und Licht

Mancheiner mag auf die Idee kommen, die Neonröhren-Festtagsbeleuchtung im Büro könnte die Laune heben, was natürlich Unfug ist. Egal, wie wolkenverhangen der Himmel ist, wir tanken draußen immer mehr Licht als drinnen und das verbessert die Laune schlagartig. Wie wäre es also mit einer Jogging-Runde? Wer partout nicht vor die Tür will, kann sich natürlich auch drinnen auspowern, zum Beispiel mit Indoor-Workouts wie Pilates, Power-Yoga oder effektiven Fitnessübungen.
 

Extraportion Wohlfühl-Pflege

Nach der Fitnesseinheit freut sich unser Körper auf eine Dusche und ein wenig Extrapflege. Schließlich hat nicht nur unsere Seele, sondern gerade auch unsere Haut ein paar Streicheleinheiten verdient. Weniger Sonne und Licht, dafür kalte Temperaturen und zuviel Heizungsluft machen die Haut trocken und die Haare spröde und glanzlos.
Um mit einem gutem Körpergefühl durch den Herbst zu kommen, sollte man also für regelmäßige und ausreichende Pflege sorgen. Außerdem tut der Kontakt mit dem eigenen Körper der Psyche gut.


 
Die richtige Ernährung

Um die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen, sollten wir gerade jetzt genügend Obst und Gemüse essen. Auch Kohlehydrate sollten auf dem Speiseplan stehen, denn sie liefern blitzschnell neue Energie für ermattete Herbstblues-Opfer. Vollkorn, Nüsse, Bananen unterstützen dabei sogar die Bildung von Glückshormonen.

Zum Aufwärmen von Innen eignen sich außerdem scharfe und aromatische Gewürze wie Ingwer, Chili, Zimt oder Kardamom. Die lassen nicht nur von fernen und weitaus wärmeren Ländern träumen, sondern helfen auch ganz praktisch der Verdauung auf die Sprünge.
 

Inspiration tanken

Es gibt wohl keine bessere Gelegenheit als sich auf die Couch fläzen und es sich gemütlich zu machen. Endlich mal kein sommerlicher Gut-Wetter-Stress! Keine Abendverabredungen in der Strandbar, keine Grillorgien im Stadtpark. Endlich hat man Zeit, in Ruhe zu Hause in Büchern zu versinken oder lange liegen gebliebene Magazine durchzublättern. Wer es lieber digital mag, sucht neue Ideen auf Pinterest, in Blogs und anderen digitalen Medien. Ich liebe es zum Beispiel mir die Editorials von Onlineshops anzuschauen – und man muss ja auch nicht immer gleich auf den Bestell-Button drücken – und dann Mood-Boards zu erstellen. Derzeit bastle ich immer noch fleißig an meiner Capsule Wardrobe für die neue Saison.


 
Soundtrack für den Herbst

Wenn’s draußen kalt und ungemütlich ist, ist die richtige Zeit zum Musikhören gekommen. Jetzt brauchen wir Musik, die sich wohlig warm um Herz und Seele legt. Gern ein bisschen melancholisch, ein bisschen zum Träumen, ein bisschen schön eben. Musik ist wie Medizin, eben ein perfekter Stimmungsmacher für gute Laune. Unterschiedliche Melodien beruhigen oder beleben und machen es möglich, dass man alles um sich herum vergisst.

Das Gleiche gilt natürlich auch für Filme: was gibt es Schöneres, als sich zu Hause in eine Decke zu kuscheln und sich einen gemütlichen DVD-Abend zu machen, der zum Lachen, Weinen und Träumen einlädt?
 

Was unternehmt ihr gegen trübe Herbststimmung?