Es war eine aufregende Woche, eine Woche voller Mode. Aber auch eine Woche mit einem recht straffen Zeitplan zwischen Side-Events, Shootings und Runway-Shows.
Prachtvolle Kollektionen, bildhübsche Models und prächtiges Publikum – so eine Shows ist eine riesige, glamouröse Party?!

Nun ja, nicht ganz. Von der Front-Row aus gesehen ja, da scheinen diese Schauen eine mühelose, schicke Art zu sein, Designer, Models, Berühmtheiten und natürlich die jüngsten Styles auf engem Raum zusammenzubringen. Aber habt ihr euch jemals gefragt, was hinter den Kulissen passiert?
Gemeinsam mit Eve von Eveblogazine wurde ich von Cosnova Backstage in den Berliner Modesalon eingladen um live bei Vorbereitungen und Show von schweizer Jungdesignerin Vanessa Schindler dabei zu sein. Heute könnt ihr also mit uns hinter den Laufsteg schauen und den einen oder anderen Insider erhaschen.
 

Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Die Wahrheit ist, trotz des Glam-Factors sind Fashion-Shows eine der anspruchsvollsten Produktionen der Kunstszene. Das was auf dem Laufweg nach Leichtigkeit und Eleganz aussieht, verlangt Backstage eine Armee an Tag und Nacht arbeitenden Menschen um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Wochen und Monate an Vorbereitung liegen vor dem meistens gerade mal 10- 15 Minuten dauernden magischen Moment einer jeden Show. Die ganz offensichtlichen Vorbereitungen, wie Bühenkonstruktion, Licht und Sound, werden bereits im Voraus hergerichtet. Doch die Stunden vor der Show, können trotz bester Planung in ein Wirrwar aus Last-Minute-Momenten übergehen. Tatsache ist, sobald sie ihr Ende findet, beginnt die ganze Planung für die nächste Fashion Week von vorne.


 
Ein Bienenkorb voller Stylisten

Für uns ging es um 7:30 Uhr in das prunkvolle Kronprinzenpalais unter den Linden. Ausgestattet mit unseren Backstagepässen, Kamera und Handy durften wir als erstes ins Styling- und Makeup-Zelt von Catrice – Ausstatter für die Makeup-Looks der Schauen. Trotz des Gefühls von Betriebsamkeit und Hektik, schienen hier noch alle recht entspannt. Die 13 Models kamen in Grüppchen, sodass immer genug Stylisten für jedes der Mädchen da waren. Bis zu drei Makeup- und Haar-Profis werkelten an einem einzigen Model – Pflege, Nägel, Makeup. Das alles für einen Look, der von Natürlichkeit und Mühelosigkeit sprach, wie die Show selbst.

Für den einheitlichen Look der Models war Head of Makeup Artist Loni Baur verantwortlich, genauso für das letzte Finish. Umso spannender war es, mit ihr nach der Show ein exklusives Interview führen zu dürfen, dass ihr bei der lieben Eve am Blog findet – klickt also unbedingt rein!


 
Quick Fixes für den magischen Moment

Nach Makeup und Haaren ging es zur finalen Probe und schließlich zum Fitting. Allmählich machte sich doch ein wenig Aufregung breit. Fitting-Assistenten zogen die Models an, putzten und zupften, bis alles perfekt saß und Designerin Vanessa Schindler ihr Okay gab. Und natürlich legten auch Loni Baur und Team ein letztes mal Hand an.

 
Bei herrlichstem Berliner Sommerwetter war der Laufsteg auf der Palais-Terrasse aufgebaut. Für den Fall dass es regnen sollte war sogar mit 13 Regenschirmen vorgesorgt. Doch die Sonne hielt. Und so konnten wir keine 10 Minuten später eine wirklich fabelhafte Show im Garten genießen. Alles lief on point und sollte es eine Panne gegeben haben, habe ich sie zumindest nicht bemerkt. All die Mühe war vergessen und all die Schönheit konzentrierte sich auf diesen magischen Moment.

Nihombashi: Weinbergsweg 4, 10119 Berlin; Madame Ngo: Kantstraße 30, 10623 Berlin

 

Insider abseits der Fashion Week – beste Food-Finds in Berlin

Für die PR-Leute, Models, Stylisten und Helfer ging es nach der Show direkt an die Vorbereitungen für die nächste Präsentation, für uns zum Shooting. So viel Spannung und Arbeit macht aber auch hungrig. Wir waren also mehr als froh, Empfangshäppchen und High-Heels hinter uns, und den Abend im neuen Sushi-Lokal Nihombashi ausklingen zu lassen. Ob Nigiri, Maki oder lieber Inside-Out, ich habe hier ungelogen das mit Abstand beste vegane Sushi seit langem gegessen.

Ein weiterer Food-Insider, den ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte, ist das Madame Ngo in Charlottenburg, dass wir am nächsten Abend auprobieren durften. Die Fusion von vietnamesischer Garküche und französischem Flair ist authentisch, wie sie wohl nur in Berlin zu finden ist – und die (vegane) Phô selbst am heißesten Sommerabend ein Muss!

In liebevoller Kollaboration mit Eve Berger. Fotografie: Patrick Piel
Mit freundlicher Unterstützung von Cosnova.
Herzlichen Dank an Nihombashi sowie Madame Ngo für die Gastfreundschaft.
 

Wie habt ihr die Fashion Week erlebt, on- und/ oder offline?