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Es gibt wohl keinen besseren Zeitpunkt euch mit auf einen kleinen Ausflug in die Yogapraxis zu nehmen als jetzt, wo ich mich in Indien befinde. Ich arbeite zur Zeit Halbzeit in einer Yogaschule, wo ich auch an Yogaklassen teilnehme und habe so einen super Einblick in die Geheimnisse, was Yoga für Vorteile in unserem so called busy life hat. Yoga steigert die Flexibilität und reduziert Stress, doch die regelmäßige Praxis kann weit mehr als zu helfen, sich wie eine Bretzel verbiegen und inneren Frieden finden zu können.

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Immunität ankurbeln

Norwegische Forscher haben in Studien herausgefunden, dass Yoga zu einer Veränderungen der Genexpression führt, die die Immunität auf einem zellulären Niveau ankurbelt. Es wird sogar angenommen, dass Veränderungen bereits auftreten während man auf der Matte steht. Die Immunitätslevel einer Yoga praktizierenden Versuchgruppe waren signifikant höher als die einer anderen, die wanderten und beruhigende Musik hörten. Yoga kurbelt aber auch die Immunität durch eine Steigerung des gesundheitlichen Befindens im Allgemeinen an. Ein gleichmäßiger Atem und kreislaufanregende Bewegung führen dazu, dass die Organe besser funktionieren: Verdauung, Ausscheidung, Herz und Kopf arbeiten effizienter.

Surya Namaskar – Der Sonnengruß

Diese Sequenz bestehend aus zwölf Asanas (Posen) ist in so gut wie jeder Yogastunde wieder zu finden. Er bewirkt eine super Kreislaufzirkulation und kräftigen Herzschlag, indem er einheizend wirkt.

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Migräne abschwächen

Studien haben ebenfalls gezeigt, dass Migränepatienten, die wenigestens 3 Monate Yoga praktizierten, seltener und weniger schmerzhafte Migräneschübe erlitten. Da die Ursachen für Migräne bis heute noch nicht vollständig geklärt sind, gibt es keine genaue Erklärung dafür. Vermutlich handelt es sich um eine Kombination psychischer, physischer und anderer Stressfaktoren: ständig gebeugt am Computer zu sitzen oder das Handy zwischen Ohr und Schulter geklemmt zu telefonieren, führt dazu dass der Trapez- oder auch Kapuzenmuskel unter Spannung steht und so den Nacken versteift. Der Kopf steht dadurch über sein Zentrum hinaus und es kommt zu muskulären Dysbalancen, die wiederum zu Kopfschmerzen und Migräne führen.

Setu Bandha Sarvangasana – Die Schulterbrücke

Beginne auf dem Rücken liegend mit gebeugten Knien, Füße hüftweit auseinander auf dem Boden. Die Hände ruhen am Boden, die Beine pressen in den Boden und die Hüfte hebt sich Richtung Himmel. Der Schlüssel liegt darin, die Schulterblätter zueinander zuführen und so Schulter und Nacken in einer Linie zu halten. Hebe deine Brust Richtung Kinn und das Kinn entgegen der Brust, so dass sich der obere Teil des Trapezmuskels im Nacken streckt.

CSC_3385.jpgPotenz steigern

Auch für das Liebesleben hat Yoga einige Benefits auf Lager: es verbessert das sexuelle Verlangen, die Erregung, Selbstvertrauen, Befriedigung und den Orgasmus für Man und Frau. Wie? Körperlich gesehen, bewirkt Yoga eine verbesserte Durchblutung der Genitalregion und stärkt das Moola bandha, den Beckenboden. Mental wirken die Atem- und geistige Kontrolle ebenfalls auf die sexuelle Leistungsfähigkeit.

Baddha Konasana – Der Schustersitz

Die Fußsohlen aneinandergelegt, bleibt der Rücken gestreckt, das Becken gerade und du faltest dich vorwärts und Richtung Boden. Die Knie sinken dabei weiter auf den Boden. Diese Asana ist ein super Hüftöffner und trainiert den Beckenboden optimal.

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Food Cravings bekämpfen

Die regelmäßige Yogapraxis ist laut Studien außerdem mit einem bewussteren Ernährungsverhalten verbunden. Durch das Bewusstsein für die Atmung, die Einfluss auf Körper und Geist nimmt, wird die Verbindung beider Komponenten gestärkt. Atem- und Mediationsübungen des Yoga können dabei helfen Gefühle, die mit verschiedenen Verlangen vergesellschaftet sind, runterzufahren und bessere Entscheidungen zu treffen, wenn solche Verlangen aufkommen.

Meditation

Sitzend oder liegend in einer komfortablen Position lenkst du deine Aufmerksamkeit auf einen natürlichen Atem, der durch die Nase ein- und ausströmt. Als nächstes bringst du deine Aufmerksamkeit auf die dreieckige Region zwischen Nasenspitze und Oberlippe. Achte darauf, dass dein Atem dieses Dreieck trifft, wenn du ausatmest, und auf seine Temperatur – fließt durch eines deiner Nasenlöcher mehr oder weniger Atem? Probiere dich etwa 2 Minuten aus – diese Übung kann auf fünf und mehr Minuten erweitert werden. Der Schlüssel liegt darin stets auf den eigenen Atem fokussiert zu bleiben, auch wenn man etwas neues übt: keine Bewegung, keine Reaktion auf die Umwelt, nur die Gegenwart zählt.

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Besser schlafen

Probleme beim Ein- und Durchschlafen sind ähnlich wie Angststörungen: man kann seinen Kopf nicht davon abhalten weiter Gedanken-Achterbahn zu fahren und man weiß nicht wie man davon abschalten soll. Atem- und Meditationsübungen helfen dem Geist runter zu fahren, was zu besserem Schlaf führt.

Savasana – Die Totenstellung

Savasana ist die Endpose, die letzte Asana einer jeden Yogastunde und dafür gedacht, den Körper wiederherzustellen. Auf dem Rücken liegend und die Beine leicht gespreizt, ebenso die Arme etwas vom Körper entfernt auf dem Boden ruhend, beginnst du durch die Nase ein- und auszuatmen. Verfolge den Atem und lass ihn schließlich los – Atem, Muskulatur und Geist sollten schließlich komplett entspannt sein.

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Habt ihr es schon mal mit Yoga versucht? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?