Keine Frage, gesundes, glänzendes Haar ist eines der schönsten Accessoires. Und auch wenn wir einem Bad Hair Day ganz easy mit stylischen Mützen, wie in meinem letzten Beitrag gezeigt, entgegenkommen können, ist gesundes Haar eben doch mehr als ein Statussymbol!

Haarprobleme wie Spliss, fehlender Glanz oder Haarausfall können den Traum von der Traummähne jedoch trüben. Aber: für jedes Problem gibt es eine Lösung. Hier erfahrt ihr heute was ich bei meinen letzten Friseurbesuchen über die richtige Haarpflege gelernt habe, plus meine liebsten Haarpflegeprodukte.


 
Hände weg von unaussprechlichen Chemikalien

Habt ihr schon mal auf die Rückseite eurer Shampooflaschen und Conditioner geschaut? Ja, da stehen so einige Zungenbrecher drauf – und selbst ich habe oft keine Ahnung was sie heißen! Es ist also schon ein bisschen beängstigend genau solche Produkte tagtäglich zu benutzen!

Oft steckt mehr Chemikalie als anderes andere hinter diesen Zungenbrechern. Einige davon sind Sulfate, Kaliumsorbat und Retinyl Palmitate. Welche Produkte man benutzt, kommt letztendlich natürlich auf den Haar-Typ an. Und auch ob man auf teure Marken beim Frisör, Naturprodukte oder das Shampoo aus der Drogerie vertraut, sollte man selbst herausfinden. Doch am Ende ist weniger eben mehr!
 

Shampoos für jeden Haartyp:

 

Beim Haarewaschen auf Hitze verzichten

Das Wasser sollte beim Waschen nicht zu heiß sein, denn das macht die Haare trocken und spröde. Besser also mit lauwarmem Wasser duschen und am Schluss kalt drüber spülen: Das verschließt die Haarstruktur und verleiht Glanz.

Zu häufiges Waschen und shampoonieren ist jedoch auch nicht gut – persönlich mache ich das maximal zweimal pro Woche! Wer auf eine sanfte Wäsche trotzdem nicht verzichten will, spült die Haare bei jedem Duschgang einfach mit lauwarmem Wasser durch.


 
Creme de la creme für die Haare

Ich muss zugeben, dass ich lange Zeit zu faul für Conditioner und andere Haar-Treatments war. Aber: genau die sind sehr wichtig für die Haarstruktur, wie ich bei meinem letzten Frisuerbesuch erst wieder erfahren durfte! Nach dem Shampoonieren sind die Haare aufgeraut und trocken, der Conditioner gibt ihnen wieder wertvolle Feuchtigkeit und versiegelt die Haaroberfläche, so dass die Haarstruktur im Inneren nicht angegriffen wird und sich zum Beispiel auch Farbe besser hält.

Während die Spülung nach dem Shampoo aufgetragen wird, sind Haarkuren genau das, was eine Maske für unser Gesicht oder Beauty-Food für den Körper ist: sie pflegen das Haar bis in die Tiefe und bauen es wieder auf. So eine Kur wirkt meistens für ca. eine halbe Stunde ein, dann wieder ausgespült und kann wahre Wunder bewirken! Feines Haar kann hier eine extra Portion Protein tanken, trockenes Haar Feuchtigkeit und überstrapaziertes Lipide. Wie oft man so ein Treatment anwendet, kann man am besten von den individuellen Bedürfnissen der eigenen Haare abhängig machen: als Faustregel aber gilt, ca. einmal die Woche ist ausreichend.
 

Die besten Conditioner und Haarmasken:

 

Föhnen oder Lufttrocknen?

Es scheint fast selbstverständlich, dass die Haarstruktur Schaden nimmt, wenn sie immer und immer wieder mit Föhn, Lockenstab oder Glätteisen getrocknet wird. Doch persönlich kann ich mich ohne Föhnen kaum vor die Tür trauen und lasse mein Haar nur an der Luft trocknen, wenn ich sie eh zusammengebunden trage. Luft trocknen hat aber auch Nachteile, denn wenn man genau das z.B. im sonnigen Sommer macht, hat man fast schon einen ähnlichen Effekt wie beim Föhnen: Hitze, die die Haare angreift.
 

Nicht ohne Hitzeschutz

Was ist also die Alternative? Wenn man die Haare regelmäßig föhnt, glättet oder lockt, riskiert man Haarbruch und zerstörte Spitzen. Vor dem Föhnen die Haare daher am besten schonmal im Handtuch antrocknen zu lassen, damit man mit dem Föhn weniger lange trocknen muss.

Und schließlich sollte man niemals auf den Hitzeschutz verzichten! Es gibt verschiedenste Produkte, auch wieder je nach Haar-Typ, die zudem die Kämmbarkeit nach dem Waschen erleichtern. Am liebsten nutze ich einen Schutz mit Meersalz, der feinem Haar noch etwas mehr Volumen und Struktur verleiht – der eignet sich auch prima für die beliebten Beach-Waves!

Trocknen und Pflegen nach der Haarwäsche:

 

Färben: weniger und mit neuen, natürlichen Techniken

Erst kürzlich habe ich mir bei Redken die Haare wieder färben lassen. Und auch wenn ich spät mit dem colorieren überhaupt angefangen habe, kann übermäßiges Färben Nebenwirkungen haben. Trockenheit und auch zu viel Chemie, die man mit der Kopfhaut aufnimmt, sind nur einige davon.

Ich würde es aber nicht wagen zu behaupten, dass wir besser nie wieder die Haare färben. Selber hätte ich auch gar keine Lust darauf. Es gibt aber mittlerweile weitaus schonendere Methoden, wie das inzwischen bekannte Balayage, Ola plex oder Handpressed Haircolouring, die ich euch schon vorgestellt habe. All diese Techniken werden anders aufgetragen, machen sich aber denselben Vorteil zu nutzen: ein natürlicherer Effekt durch schonendere Färbemittel. Man muss seltener zum Färben und das freut auch den Geldbeutel!


 
Was man sonst noch Gutes für die Haare tun kann

Haarpeeling

Mittels Peelings werden die Haarwurzeln von Ablagerungen befreit. Das Haar kann sich wieder von Grund auf neu und gesund aufbauen, außerdem raut es die Haarlängen leicht auf, sodass sich Pflegemittelrückstände ebenfalls entfernen lassen. So beruhigt das Peeling außerdem die Kopfhaut und spendet Feuchtigkeit und Glanz. Da Styling-Reste mit einem Haarpeeling ganz entfernt werden, entsteht ganz automatisch natürliches Volumen am Ansatz.
 

Bestes Haarpeeling:

 

Kopfmassage

Ein gesundes Haarwachstum wird durch eine gut durchblutete Kopfhaut begünstigt. Deswegen ist eine Kopfmassage nicht nur ein angenehmes Extra beim Frisör, sondern auch für zuhause sinnvoll. Super easy: einfach für ein paar Minuten sanft mit deinen Fingern die Kopfhaut beim shampoonieren massieren. Dabei kann man nichts falsch machen, aber sehr viel richtig.

Fotografie / photography: Sarah Pritzel

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
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Was sind eure Haarpflege-Rituale? Macht ihr heute etwas anders, als früher, weil ihr es einfach nicht besser wusstet?