Es ist verrückt! Sobald man die Fünfundzwanzig überschritten hat, wird auf einmal um einen herum geheiratet, als wären bunten Liebespillen zum Studienabschluss verteilt worden. Wir waren doch gerade noch Kinder?! Zum Glück dürfen wir uns zu Gelegenheiten wie Geburstagen und Junggesellinnenabschieden noch wie kleine Mädchen verhalten – nur mit Alkohol, versteht sich.IMG_20150506_082603Zugegeben, ich war noch auf keiner dieser Junggesellinnenpartys, der ganze Spaß ist also eine völlig neue Erfahrung für mich. Doch habe ich in meiner Wahlheimat nicht selten an Wochenenden Grüppchen von jungen Frauen (oder Männern) beobachtet, die einen Bauchladen vor sich trugen, peinlich verkleidet waren oder nicht minder peinliche Spielchen veranstalteten … fremdschämend fühlte ich mich dann aber dafür doch immer zu erwachsen.
Umso spannender war es, dass ich dieses Frühjahr die Aufgabe hatte eine Junggesellinnenabschiedsparty zu planen und in die Tat umzusetzen.
Es ist eigentlich egal, ob frisch verlobt, eine gute Freundin der Braut oder – wie in meinem Fall – Trauzeugin, diese Party soll (für alle!) eine unvergessliche Erinnerung werden!

Planung, Planung, Planung …
Eine Hochzeit ist in der Regel mindestens sechs Monate vor dem Termin bekannt (im Wesentlichen bei der Verlobung). Und da die Beteiligten zumindestens erwachsen genug sein werden, eigene Jobs zu haben, ist eine frühe Ankündigung der Party im Prinzip das erste und wichtigste, dass erledigt werden muss! Hierzu eignet sich eine E-mail-Verteilerliste oder auch die Planung einer Facebook-Gruppe. Jeder eingeladene Gast kann sich im Voraus an der Planung beteiligen, von der Auswahl des Datum, an dem die Party steigt und den Aktivitäten, die stattfinden sollen.

Konzentration
Ein Hauptproblem vieler Junggesellinnenabschiede ist, dass sie mit der Planung immer teurer werden. Das kann bei Verkleidungen und Veranstaltungen, die besucht werden sollen, beginnen und endet bei der Verköstigung duch Essen und Getränke. Ein Tipp von mir ist es, sich dabei auf eine Hauptausgabe zu konzentrieren, statt in jedes kleine Detail viel Geld zu stecken.

Drink up! … at home
Wenn also ein Event besucht werden soll, ist die Ausgabe für die Tickets kostspielig genug, sodass die Cocktailparty davor zu Hause stattfinden könnte. Legt für ein paar Flaschen Sekt, ein Töpfchen Minze, Limetten und Holunderblütensirup zusammen und werdet selber zum Barkeeper – der Hugo (oder welche Art von Cocktail auch immer eurer „it“-Getränk ist) schmeckt mindestens noch besser! Eine tolle Gelegenheit um erstmal „warm“ zu werden und sich gegenseitig kennen zu lernen, falls ihr Freundinnen aus unterschiedlichen Kreisen seit, die sich bisher nur per Facebook und Co. kannten.IMG_20150210_163221 - Kopie Wer braucht schon Hummer, wenn es Schokoerdbeeren gibt?
Snacks sind wunderbar vorzubereiten – jede kann eine Kleinigkeit mitbringen. Und selbstgemacht ist auch hier am günstigsten und oft am leckersten.
Wie wäre es zum Beispiel mit Cupcakes oder Keksen für den süßen Zahn? Super gut kommen auch immer schokolierte Früchte an. Oder selbstgemachte Brotchips … es gibt eine Fülle von Möglichkeiten und das Internet bietet hierzug tausende von Tutorials. Nicht fehlen darf aber natürlich der Lieblingssnack der Braut!IMG_20150211_160633Blumenkränze statt „Team Braut“
Es ist natürlich immer eine coole Idee zusammen passende Outfits zu tragen, wenn man nach der „Aufwärmphase“ das Haus verlässt und zum Hauptevent übergeht. Auch hier ist Do-It-Yourself nicht nur die günstigste Option.

T-Shirts mit Aufdrucken sind nicht unbedingt kleidsam und in der Regel fühlt sich keiner darin wohl. Passende Asseccoirs, wie Blumenkränze sind eine super Alternative … man könnte den Brautkranz komplett in weiß und den der Junggesellinnen in einer anderen passenden Farbe gestalten, damit die Braut einen gewissen „Prinzessinnen“-Status genießt.img_20150512_111541 - Kopie Den Ball flach halten
Für das Special-Event des Abends muss auch nicht unbedingt ein ganzer Club mit Barkeepern, Strippern etc. gemietet werden.
Als Trauzeugin und beste Freundin wusste ich beispielsweise seit langem, dass sich die Braut nur eine weibliche Stripperin im Burlesque-Stil wünschte. Anstatt aber viel Geld dafür auszugeben, eine zu angagieren, buchte ich kurzerhand Tickets für eine Burlesque-Show im zwanziger Jahre Stil und hielt die Kosten für jeden im machbaren Rahmen.  

Beweislastumkehr
Da ein so besonderer Abend nicht nur für die Braut unvergesslich bleiben soll, finde ich es auch eine schöne Idee allen Beteiligen ein Give-away zukommen zu lassen. Etwas, dass an den Abend erinnert.
Fotos sind hier wohl eines der besten „Beweisstücke“. Sucht euch ein passendes Motiv und dann ist jede an der Reihe sich für das Foto in Szene zu setzen. Am Ende kann der Schuss mit dem Datum der Party, einem lustigen Spruch oder den Namen per Bildbearbeitung veredelt werden und man hat noch Jahre später eine schöne Erinnerung.bp1bp2

Wie sind eure Erfahrungen mit Junggesellinnenabschieden? Was gehört für euch an einem solchen Abend unbedingt dazu?

Am Freitag werde ich übrigens meine Tipps das „perfekte“ Kleid zur Hochzeit zu finden teilen … diese Aufgabe gestaltete sich nämlich schwieriger als gedacht und wurde so schlussendlich zu einem Last-Minute-Projekt!