Als Joghurt plötzlich probiotisch, Kombucha zum neuen In-Getränk wurde und Trinkfläschchen die natürliche Abwehr stärkten, haben wir gelernt: Mikroorganismen sind nicht nur infektionsauslösende Erreger, sondern in erster Linie gesundheitsfördernde Helfer.

Auf liebewasist.com erfahrt ihr welche wichtigen gesundheitlichen Aufgaben das Hautmikrobiom für unser größtes Sinnesorgan übernimmt und warum wir deshalb ganz besonders auf sein Gleichgewicht achten sollten.

Mikrobiom der Haut - was wir wissen sollen und wie wir es im Gleichgewicht halten_gesunde Haut_liebewasist.com LIFE & STYLE ADVICE BLOG Düsseldorf - Berlin_ Beauty Blog
 
Das Hautmikrobiom, ein unsichtbares Schutzschild

Wir haben schon im Biologieunterricht gelernt, dass das Mikrobiom unseres Darms aus 100 Billionen verschiedenen Mikroorganismen besteht. Und auch, dass genau das gut ist für uns ist, denn eine große Vielfalt an diesen Kleinstlebewesen können die Immunleistung positiv beeinflussen. Und das auch auf unserer Haut:

Pilze, Bakterien, Viren, Einzeller sind für unsere Augen zwar unsichtbar, doch auf unserer Hautoberfläche tummeln sich Milliarden von lebenden Mikroorganismen.

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Was steckt eigentlich hinter dem Mikrobiom der Haut?

Das Hautmikrobiom ist quasi ein eigener Kosmos auf der Hautoberfläche und beschreibt das Zusammenspiel aller Mikroorganismen, die dort angesiedelt sind. Das sind bis zu sieben Milliarden Pilze, Bakterien, Viren und Einzeller, die in einem komplexen Gleichgewicht leben – so wie wir es von der Darmflora kennen.

Das Mikrobiom eines Menschen ist dabei so unterschiedlich, wie ein Fingerabdruck, denn die lebenden Mikroorganismen unterscheiden sich von Körper zu Körper und variieren je nach DNA, Alter, Geschlecht und Lebensstil. Bei schlechten Umweltbedingungen kann die Balance zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien z.B. auch beträchtlich durcheinandergebracht werden.

Extrem interessant ist übrigens, dass Menschen, die sich besonders nahestehen und in denselben Räumen zusammenleben,  oft ein sehr ähnliches Mikrobiom besitzen, da sich die lebenden Organismen untereinander austauschen. Die Haut eines Embryos ist beispielsweise noch völlig frei von Bakterien, Keimen und Co., nimmt aber bereits durch die Geburt erste Mikroorganismen von der Mutter auf.

 

Welche Aufgaben hat das Hautmikrobiom?

Es funktioniert wie eine Art Schutzbarriere für unsere Haut, sofern ein Gleichgewicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Organismen herrscht. Dann können Krankheitserreger durch das besondere Zusammenspiel der Hautflora abgewehrt werden und Wunden schneller heilen.

Pilze, Bakterien, Viren und freie Radikale konkurrieren jedoch um den Platz auf der Hautoberfläche, wenn sie mit der Umwelt aufgenommen werden. Ist das Gleichgewicht der auf der Haut stabil, haben diese keine Chance – ist die Balance allerdings gestört, zum Beispiel durch einen ungesunden Lebensstil oder übermäßige Pflege, können die Eindringlinge Hauterkrankungen, Entzündungen oder Verletzungen verursachen. Wer unter Hautproblemen leidet, besitzt demnach höchstwahrscheinlich ein Mikrobiom, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.

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Was können wir für das Gleichgewicht der Hautflora tun?

Genau wie unsere Darmflora reagieren die Mikroorganismen unserer Haut auf den Lebensstil, den wir führen. Wer ständig raucht, übermäßig viel Alkohol trinkt und sich ungesund ernährt, hat automatisch ein schwächeres Schutzschild an Mikroorganismen. Auch Umweltverschmutzung kann dazu beitragen.

Ein wichtiger Faktor ist jedoch auch die tägliche Pflege unserer Haut. Denn zu viel Hygiene zerstört das natürliche Gleichgewicht der Hautflora. Duschlotionen, Deos, Seifen oder parfümierte Gesichtsreinigungen bringen die Balance schnell durcheinander. Was also tun?

Genauer auf die Auswahl der Produkte achten:

• Ein gesunder Lebensstil und v.a. auch eine ausgewogene, (fleischarme) Ernährung, sind das A und O. Denn ist der Darm gesund, muss er auch weniger Giftstoffe über die Haut verstoffwechseln und somit ausscheiden.

pH-neutrale Pflegen ohne Duftstoffe pflegen die Haut zum Beispiel besonders sanft und stören das empfindliche Mikrobiom deutlich weniger.

• Die Hautpflege-Industrie arbeitet außerdem bereits an einem innovativen Trend, der sich rund um probiotische Kosmetik dreht: Pflegeprodukte wie Hautcremes, Deodorants oder Cleanser werden dabei mit lebenden Mikroorganismen versehen. So gelangen sie an die Haut und ihr eigenes Mikrobiom und können so das Gleichgewicht der Hautflora dauerhaft stärken.

 

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So wirken Probiotika in der Hautpflege

Schlecht sind Bakterien wie z.B. die bekannten Propionibacterium acnes, gegen die der Schutzfilm der Haut gestärkt werden muss. Genau hier setzen die Cremes mit probiotischen Bakterien an, die den natürlichen Säureschutzmantel der Haut bewahren und sie so widerstandsfähiger gegen zu viel Stress, eine falsche Ernährung oder schädliche Umwelteinflüsse machen. Hautproblemen wie Rötungen, Trockenheit, überempfindliche Reaktionen oder gar Pickeln kann so effektiv vorgebeugt werden.

Dennoch sind diese neuen Beauty-Produkte natürlich kein „Freifahrtsschein“ für den ungesünderen und weniger achtsamen Lebensstil!

Mikrobiom der Haut - was wir wissen sollen und wie wir es im Gleichgewicht halten_gesunde Haut_liebewasist.com LIFE & STYLE ADVICE BLOG Düsseldorf - Berlin_ Beauty BlogFoto credit @ Ian Dooley on Unsplash

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Hättet ihr gedacht, was unser Hautmikrobiom alles kann? Habt ihr bereits Pflegeprodukte mit Probiotika ausprobiert?