After seasons of hair extremes – pixie cuts and ultralong looks – there’s something striking about neutral territory.

 
Nicht lang, nicht kurz, der neue Trend heißt Clavi-Cut und hat sich in Null-Komma-Nichts an die Spitze der Frisuren-Trends geschlagen. Nach meinem Haafärbe-Experiment bei Redken sollte es noch nicht das Ende der Veränderungen sein. Zu lang hatte ich den wunderschönen Long-Bob der bezaubernden Emilie Brunette im Kopf und jetzt auch das passende dunkle Brunette dazu.

Nach jahrelangen Experimenten von Pixie-Cuts bis ultralang scheint sich auch die Beautywelt in Sachen Haare für die goldene Mitte entschieden zu haben. Der Clavi-Cut, der seinem Namen nach auf Höhe des Schlüsselbeins endet, schmeichelt jeder Gesichtsform und hat deswegen wohl auch das Potential zum echten Klassiker – wie zahlreiche Stars beweisen: Carey Mulligan lässt ihr Haar wachsen, Jennifer Lawrence kürzer schneiden, sogar die deutsche Schönheit Julia Stegner ist mit an Bord.
Vielleicht ist es die Entwicklung zum Neutralen hin, die sich schon im letzten Jahr angekündigt hat. Wir denken an Midi-Röcke, Absätze, die weder highheeled noch ultra-low sind und monochrome Looks. Ein moderates Maß wirkt derzeit frisch und aufregend unaufregend.

Nach meinem Friseur-Fail von letzter Woche und der Rettung danach verrate ich euch heute mehr zu meinem Schnitt, wie man den Clavi trägt und am besten stylt.

Everyone, it seems, is meeting in the middle: maybe it’s just the natural evolution of last season’s ubiquitous chin-length bob or maybe it has something to do with the return of the midheight heel and midi skirts, but moderation feels refreshing right now.

 

Einer für alle: der neue Long-Bob

Meine haarige Odyssee beginnt bereits vor gut 9 Jahren, als ich mir meine lange Mähne das erste mal radikal bis zu den Schulterblättern kürzen ließ. Und seitdem konnte ich mich nie entscheiden, ob ich es lieber lang und wild trug oder als Bob. Bei ultrafeinem Haar ist es eben schwer einen guten Schnitt zu finden und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ich nie zufrieden war. Also trug ich quasi jahrelang immer nur den Mittelweg. Ein großer Fehler jedoch, denn auch ein Haarlänge zwischen lang und kurz braucht einen Schnitt. Und hier kommt der Clavi-Cut ins Spiel: zu dicke Haare gibt es für diesen Haarschnitt nicht und feinem Haar verleiht er mehr Fülle, da sich die meisten Haare auf derselben Länge und somit auf einer kompakten Linie befinden.


 
Wie sieht der perfekte Schnitt aus?

Doch aufgepasst, wer glaubt, dass ein herausgewachsener Bob ein trendiger Clavi-Cut ist, der hat sich gerirrt. Der sieht nämlich nur dann gut aus, wenn die Haare frisch geschnitten sind und nicht nach herausgewachsenen Stufen ausschauen.
Wichtig ist, dass der gesamte Körper in seinen Proportionen zum Kopf beim Schnitt miteinbezogen werden. Viele Friseure schneiden die Grundlänge des Clavi-Cut deswegen sogar im Stehen. Der Feinschnitt liefert dann das perfekte Ergbenis: vorne darf der Cut etwas länger sein, sonst wirkt er schnell zu brav und bieder. Hinten kann je nach Haarvolumen und Struktur auch minimalistisch angestuft werden.


 
Die Magie des Allround-Schnittes

Das Tolle am mittellangen Clavi sind mehr Styling-Möglichkeiten als andere klassiche Schnitte wie der Bob. Wenn das offene Haar sanft die Schulter streift, gelingt ein sehr attraktiver Effekt, doch die Länge ist noch ausreichend um sie noch zu einem Zopf zu binden, was beim Sport wiederum sehr praktisch ist.
Wichtig ist, wie oben schon angemerkt, dass der Clavi immer wie frisch geschnitten wirkt. Daher sollte man auch etwa alle 8- 10 Wochen zum nachschneiden gehen.


 

So einfach lässt sich die Trendfrisur stylen

Bob-Schnitte leben durch ihr Styling. Ob sleek, gewellt, mit oder ohne Pony, Seiten- oder Mittelscheitel, der Clavi-Cut lässt viele Facetten glänzen.
Für Fülle sorgt z.B. ein dicker Lockenstab. Wichtig bei feinem Haar: unbedingt einen Hitzeschutz verwenden! Mein Favorit ist das Plantur21 Hydrospray, das zudem noch Glanz und Volumen verleiht. Außerdem auch an den Hinterkopf denken, damit der nicht wie plattgelegen ausschaut!

Natürlich lässt sich der Clavi auch mit dem Glätteisen bearbeiten, sowohl glatt als auch in leichten Wellen (auch hier auf Hitzschtz achten!).
Last but not least ein kleiner Insidertipp vom Friseur: wer über der Stirn einen kleinen Wirbel hat, an dem sich das Haar wie von selber teilt (so wie ich normalerweise), lässt einfach eine andere Scheitelpartie darüber fallen. So bekommt das ganze Haar auch mehr Spiel und wirkt lebendig.

Wie findet ihr den neue goldene Mitte? Und habt ihr Tipps in Sachen Friseursuche?