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In Anbetracht dessen, dass ihr die bunten Bildchen an Straßenlaternen und Säulen nicht mehr sehen könnt und auch genug habt von Luftballons und Fähnchen, die man euch vor dem Ausgang am Supermarkt um die Ohren wedelt (so ist es mir zumindest ergangen), setze ich heute noch einen drauf. Meine Persepektive auf die Bundestagswahl und warum es si wichtig ist Teil davon zu sein:

Denn so viele Frauen haben sich bereits dafür eingesetzt, dass die weibliche Stimme gehört wird. Also sollten wir Frauen von heute am Sonntag nicht stumm bleiben.
 

Warum jede Frau wählen gehen sollte

Das Positive an uns jungen Menschen, die Stunde um Stunde in den sozialen Medien unterwegs sind, ist doch, dass wir genau hier besonders empfindlich, besonders sensitiv und leicht reizbar sind. Vermutlich ist die Kampagne #GERWOMANY in den vergangenen Wochen nicht an euch vorbeigegangen – eine Initiative von 23 deutschen Magazinen für Frauen, die sich zur Bundestagswahl 2017 erstmals gemeinschaftlich für die gute Sache stark machen. Diese außergewöhnliche Aktion soll uns Frauen in Zeiten aufkeimenden Populismus unsere politische Macht bewusstmachen und uns animieren. Denn nur durch aktive Wahlbeteiligung können wir uns für unsere Rechte einsetzen.


 
Für das Frauenwahlrecht mussten wir lange kämpfen

Seit nun neunundneunzig Jahren können wir in Deutschland die Politik mitbestimmen. Doch der Weg dahin war ein langer und kein einfacher:
Erst ab 1896 durften Mädchen überhaupt das Abitur ablegen, ab ‘58 auch den Führerschein machen. Und noch bis 1977 konnten Männer ihren Frauen verbieten zu arbeiten! Auch heute ist in Sachen Gleichberechtigung nicht alles Gold was glänzt: Führungspositionen sind selten in weiblicher Hand, auch gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist noch weit entfernt. In Deutschland dürfen Frauen seit 1919 wählen, in Frankreich sogar erst seit 1944.

Und dennoch: mit Plakaten und Kampfrufen marschierten die ersten weiblichen Stimmen durch die Straßen und erhielten am 12. November 1918 das Recht, zur Wahl zu gehen.
Doch was hält die deutsche Frau davon ab, von ihrem Recht auf Demokratie und damit Freiheit Gebrauch zu machen? Ist das Vertrauen in Politik, Parteien und Politiker so schwach ausgeprägt? Oder ist es das Gefühl, trotz Wahl keinen Einfluss auf das politische Geschehen zu haben?


 
Wir haben nur eine Wahl – wählen gehen!

Es sollte inzwischen eigentlich zu unserer DNA gehören, dass wir uns mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen. Gleichberechtigung und ein selbstbestimmtes Leben sind so zentrale Themen, bei denen Frauen immer noch nicht am Ziel sind. Wer wählen darf, sollte dieses Privileg auch nutzen! Denn leider gibt es auch heute noch immer zahlreiche Länder, in denen Frauen das Recht zur aktiven Mitgestaltung vorenthalten wird. Weil sie Frauen sind. Dieses vormals von vielen Streiterinnen, unseren Müttern und Großmüttern, für das Frauenstimmrecht erkämpfte, demokratische Privileg sollten wir unbedingt in Anspruch nehmen.

Das Wahlrecht sollte nicht einfach so verschenkt werden. Denn jede Demokratie ist so gut wie diejenigen, die sie (mit-)gestalten. Sich aktiv mit den Wahlprogrammen auseinander zu setzen und am Sonntag seine beiden Kreuze dort zu setzen, wo man eigene Werte und Wünsche vertreten sieht – vielleicht keine leichte Wahl, aber gewiss die richtige.

Titelbild lizensfrei via presseportal.de / Beitragsbilder lizensfrei via pexels.com
Dieser Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
 

Wo ist euch #GERWOMANY begegnet? Und was haltet ihr von der Kampagne?

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