Dass es in Wald und Flur genauso wie in Parks und auf den Mittelstreifen der Großstadtstraßen grünt und sprießt kündigt nun endgültig den Frühling an. Und mit den rosa blühenden Kirsch- und Magnolienbäume liegt ein wunderbarer zarter Duft in der Luft. Der lokale Bauer, bei dem ich am Wochenende gerne Obst und Gemüse kaufe, hat sogar schon eigene Erdbeeren aus seinem Gewächshaus im Angebot (die ich allerdings wegen des recht hohen Preises noch nicht probiert habe).IMG_20141230_143639

Eigentlich soll es hier aber um ein etwas anderes Grün gehen, nämlich grüne Smoothies. Der Power-Trunk hat seit einigen Jahren an Popularität und Beliebtheit immens zugenommen und ist inzwischen in diversen Saftbars und auch im Supermarktkühlregal erhältlich. Wir schaffen es wohl kaum soviel Blattgrün zu uns zunehmen in Form von Salat oder Beilage wie es mit den den Smoothies möglich ist. Und wegen der hohen Nährstoffdichte an entgiftendem, Zellaufbau unterstützenden und schützendem Chlorophyll sowie vielen Vitaminen und Mineralstoffen sollten die grünen „Säfte“ natürlich am besten ganz frisch getrunken werden. Die kräftige grüne Farbe mag vielleicht erst etwas abschreckend wirken und auch die Vorstellung „Salat zu trinken“, aber warum nicht einfach mal selber mixen?!

IMG_20141230_144018① Gerade zur Gewöhnung an grüne Smoothies empfiehlt es sich neben dem Anteil grüner Komponenten einen recht großen Teil reifer, süßer Früchte hinzuzufügen. Sie verleihen dem Smoothie natürlich nicht nur Süße und einen milderen Geschmackt, sondern liefern auch noch zusätzliche Vitamine, die widerum weniger im Blattgrün zu finden sind. Ein typisches Beispiel sind Bananen, die erst wirklich reif sind, wenn sie mindestens braune Punkte auf der Schale tragen. Oder Mangos, die ordentlich Fingerdruck nachgeben sollten, wenn man auf die Außenschale drückt.

② Auch besonders für den Anfang geeignet sind zunächst milde Blattsalatsorten wie (Baby-) Spinat und Feldsalat. Sie haben eine eher nussig- mildes Aroma, dass sich gut zu allen Obstsorten fügt.
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③ Zu den festen Bestandteilen des Smoothies gehört natürlich auch eine flüssige Komponente. Neben der einfachsten Variante Wasser, eignen sich hier aber auch Kokoswasser – für einen noch höheren Mineralstoffgehalt und eine extra Portion Süße – Orangensaft – süß und säuerlich und extra Vitamin C – oder naturtrüber Apfelsaft. Im Grunde funktionieren hier alle 100%-igen Säfte gut.

④ Für eine möglichst schöne, cremige Konsistenz (gerade wenn man keinen Hochleistungsmixer zur Hand hat) empfiehlt es sich vor allem weichere Fruchtsorten zu verwenden. Früchte wie Bananen, Mangos, Papaya oder Avocados verleihen dem Smoothie eine samtig, weiche Textur und machen ihn umso schmackhafter.IMG_20150110_161952

⑤ Für fortgeschrittene Smoothietrinker gilt außerdem die 60:40- Regel. Sechzig Prozent der Zutaten sollten Früchte, vierzig Prozent Blattgrün sein. So ist die Aufnahme an genügend grünem Powergemüse garantiert.

Damit nicht nur Konsistenz am angenehmsten ist zum trinken, sondern auch möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben, ist es zudem ratsam ein Auge auf die Mixdauer zu haben. Zu wenig/ kurz gemixt geht zu Lasten der samtigen Textur und wer will schon grobe Stückchen in seinem Getränk haben? Zu lange gemixt killt allerdings durch die Erhitzung des Mixgerätes Nährstoffe.

IMG_20150110_161610 Da in dem Grünzeug auch eine ganze Menge an pflanzlichem Eisen enthalten ist und das vom Körper wiederum durch die Kombination mit Vitamin C besser resorbiert wird, ist es gut dem Ganzen noch eine kleine Portion davon, beispielsweise in Form von Zitronensaft oder dem bereits erwähnten Orangensaft, zuzufügen. Außerdem verhindert das Vitamin die vorzeitige Oxidation der Zutaten. Der grüne Allekönner bleibt also länger haltbar.

Na dann, an den Mixer, fertig … grün!

Trinkt ihr grüne Smoothies? Welches sind eure Lieblingskombinationen?