IMG_20150208_152545Für Floristen ist der 14. Februar, neben Ostern und Muttertag, einer der umsatzreichsten Tage des Jahres. Wer zu einem floralen Anlass wie diesem etwas verschenken möchte hält sich an den Fachhandel – es macht einfach mehr her das dezent knisternde Seidenpapier von einem detailiert drapierten Strauß zu wickeln, als durchsichtige Plastikfolie.
Der Tag der Liebe ist uns den Lieben so einiges wert: um die 120 Millionen Euro Valentinstag-Umsatz waren es im Jahr 2012 – Tendenz steigend – denn diesen besonderen Tag lässt man sich mit etwa 100 Euro pro Kopf für Blumen und Restaurantbesuch einiges kosten.

In der Überlieferung wird der Valentinstag auf Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer durch Hinrichtung starb.
Er war im 3. Jahrhundert nach Christus der Bischof des italienischen Terni, wo er der Geschichte nach mehrere Brautpaare traute und ihnen Blumen aus seinem Garten schenkte. Diese Ehen sagte man, stünden unter einem guten Stern.
Seines Glaubens wegen (das Christentum wurde im 3. Jh. n. Chr. erstmals im gesamten Römischen Reich systematisch verfolgt) wurde Valentin am 14. Februar 269 n. Chr. durch Kaiser Claudius den II. enthauptet. Als Gedenken wurde dieser Tag 469 n. Chr. von Papst Gelasius dem I. in die Kirche eingeführt, 1969 wieder aus dem römischen Kalender gestrichen, doch seitdem von vielen Gläubigen mit Gottesdiensten und der Segnung von Paaren gefeiert.

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Er ist der Tag der Verliebten geworden. Der Blumen, Geschenke, Gedichte, Küsse und anderen Liebesbeweise. Man kommt nicht um ihn herum und irgendwann muss sich jeder damit auseinandersetzen – ob er will oder nicht!
Jedes Paar kommt früher oder später an den Punkt sich zu fragen, wie man mit diesem probedeutischen Tag umgehen soll. Entweder man springt auf den Zug des Schenkens der traditionellen Werte wegen auf oder man lehnt ihn aus konsumkritischen Gründen ab.

Doch kann es sein, dass das ganze Tohuwabohu um die roten Herzen, Bänder und Vanlentins-Specials immer schlimmer wird? Valentinstag hat etwas an sich, dass jedem Single das Gefühl gibt nicht ganz normal zu sein. Um ehrlich zu sein, habe ich noch nie einen dieser V-Days begangen! Entweder war ich an diesem einen bestimmten Tag immer Single, über eine größere Distanz zu meinem Partner getrennt oder hatte einen der Sorte, denen das zu kommerziell und pärchendiktatorisch war … oder, wie dieses Jahr, bin ich frisch getrennt.
Inzwischen habe ich für mich herausgefunden, dass es wichtiger ist, mich davon nicht verrückt machen zulassen.

IMG_20150210_152927Es ist viel wichtiger lieb zu sich selbst zu sein.
Besuche einen neuen Fitnesskurs – wer Sport treibt, erhöht die Menge an Serotonin und anderer Botenstoffe wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, die für Glücksgefühle verantwortlich gemacht werden.
Gönn dir ein heißes Schaumbad zu Kerzenschein – die Wärme lässt Muskeln entspannen und öffnet zudem die Hautporen für einen strahlenden Teint. Und auch das Eincremen nach dem Baden sollte nicht vergessen werden. Der vermehrte Kontakt zu unserem eigenen Körper sorgt für eine verbesserte positive Selbstwahrnehmung.
Oder geh mit deinen Single-Freundinnen in die nächstbeste Bar und veranstaltet eine Weinprobe – die Antioxidantien in rotem Wein reduzieren nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen!

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Wenn du doch zuhause bleibst und das Glas Wein allein genießt, werde in der Küche kreativ – es kann so befriedigend sein, neue, gesunde Rezepte auszuprobieren oder altbewerte aufzupimpen … probier es mit Superfoods wie frischen Kräutern, Knoblauch, Chayennepfeffer, Orange, die dem Herzen gut tun.
Es ist erlaubt etwas Egoismus zu zeigen, Hauptsache du tust, was dir gut tut.

Was macht ihr an diesem Tag – feiern oder Couch?