Nachdem bei meinem letzten Beitrag zur Blogging 101-Reihe („Kontakt zu Kooperationspartner aufbauen“, findet ihr hier) die Nachfrage nach Do’s & Dont’s für‘s Blogger-Mediakit so groß war, kommt heute der entsprechende Beitrag für euch:

Wurdet ihr vielleicht schon mal von einer Marke, einer PR-Agentur oder einem Blogger-Netzwerk nach eurem Mediakit gefragt – und habt ihr euch dann selber gefragt, welchen Erwartungen dieses Mediakit eigentlich erfüllen soll? Dann ist das heute genau der richtige Artikel!

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Was ist ein Mediakit überhaupt?

Zunächst einmal, steht man mit obiger Frage nicht alleine: das Mediakit kommt ursprünglich aus dem Verlagswesen und so hat sich dessen Konzept auch allmählich in der Welt der Blogger und Influencer durchgesetzt. Dennoch scheint es immer noch Insiderwissen zu sein, was nun genau in das Mediakit hineingehört – und was nicht – und v.a. wie es sowohl die Bedürfnisse des jeweiligen Interessenten erfüllt, aber auch die eigene Marke (also den Blog) ins beste Licht stellt.

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Deine digitale Visitenkarte

Meine persönliche Meinung kann vom traditionellen Medienkit abweichen. Aber da ich bereits sowohl im Verlagswesen gearbeitet, als auch schon etliche Male mein Mediakit an Unternehmen verschickt habe, meine ich zu wissen, wonach ein Unternehmen sucht, wenn es nach der Visitenkarte unserer Blogs fragt. Denn nichts anderes ist ein Mediakit am Ende: eine Art „One-Pager“, das einen kurzen Überblick über den Blog bietet und anhand relevanter Informationen erklärt, warum Marken mit uns zusammenarbeiten möchten.
 

Wer braucht ein Mediakit?

In vielen Fällen, v.a. am Anfang des Blogger-Daseins, wird man wahrscheinlich gar nicht nach dem Mediakit gefragt. Ich denke aber, dass auch schon am Anfang einen sehr professionellen und seriösen Eindruck macht, es in Kooperationsanfragen oder bei der eigenen Akquise mitzuschicken. Einige Blogger-Netzwerke wollen sogar, dass man das Mediakit online zur Verfügung stellt (z.B. über einen Dropbox- oder Google Drive-Link).

Wenn man einen guten Eindruck über den eigenen Blog vermitteln möchte und dies alles in einer Kooperationsanfrage verpackt, wie ich es im o.g. Beitrag beschrieben habe, dann wirkt das schnell unübersichtlich. Daher ist es sehr hilfreich, etwas Visuelles mit relevanten Statistiken wie das Mediakit zu haben.

 

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Welche Informationen müssen in das Medienkit rein?

Der Zweck eines Medienkits ist es, potenziellen Kunden einen Eindruck von der eigenen Marke und dazugehörigen Angebotsmöglichkeiten zu vermitteln. Es sollte in der Lage sein sofort die Marke, dessen Stil, Zielgruppe und warum man von einer Zusammenarbeit mit ihr profitieren würde, zu vermitteln.
 

Der Rahmen: das Layout

Man kann bei diversen Online-Anbietern wie Etsy und Co. bereits fertige Templates für ein Mediakit kaufen – persönlich würde ich aber immer ein eigenes entwerfen, denn:

Das Mediakit repräsentiert schließlich den Blog als eigene Marke und sollte im besten Fall auch dessen Design aufgreifen.

• Verwende dieselben Farben, Schriftarten und Grafiken, die auf dem Blog für ein einheitliches Branding verwendet werden.
• Integriere auch Fotos vom Blog und heben so schöne Inhalte hervor.
• Geht es auf dem Blog auch um dich selbst als Person, dann gehört unbedingt ein Profilfoto dazu – am besten direkt zum Punkt „About“ (weiter unten dazu mehr!).
• Das Mediakit sollte trotzdem clean und leicht zu lesen sein, also vermeide große Textabsätze und durchbreche sie durch Fotos und Grafiken.
• Keep it short: Wie auch bei der Kooperationsanfrage, sollte ein Mediakit so knapp wie möglich gehalten werden und dennoch alle relevanten Informationen wiedergeben, um die Übersicht zu wahren.

 
Geübte erstellen ihr Mediakit-Template mit Indesign. Man kann aber auch relativ easy über andere Programme wie Canva ein eigenes Template basteln. Oder sogar mit einem einfachen Wordprogramm – hier wählt man, was einem am besten liegt.
 

Hier habe ich euch eine Übersicht erstellt, wie das Layout eines guten Mediakits aufgebaut werden kann:

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Der Inhalt: Informationen und Daten

About: Ich empfehle eine kurze Beschreibung über dich selbst als Blogautor, deinem Hintergrund und natürlich den Blog
Kontaktinformationen: Wie und auf welchem Plattformen kann man sich mit dir in Verbindung setzen?
Da ein Mediakit immer im PDF-Format versendet werden sollte, kann man hier Direktlinks einbinden und so ein interaktives Mediakit bauen.
Inhalt: Welche Kategorien und Themen deckt der Blog ab? Am besten verlinkt man direkt zu den jeweiligen besten Blogbeiträgen – hier kann man wunderbar Fotos einbinden um zu visualisieren. Man sollte nicht vergessen, dass es darum geht den Blog von der besten Seite darzustellen.
Statistik: Wohl einer der wichtigsten Punkte, aber auch einer der meist diskutierten. Persönlich schließe ich hier monatliche Seitenaufrufe und die s.g. „Unique Visitors“, also eindeutige Besucher auf meinem Blog mit ein. Außerdem eine kurze Liste meiner individuellen sozialen Kanäle.

 
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Menschen lieben Zahlen und Statistiken, also sollte man sie auf jeden Fall miteinbinden. Wenn diese Zahlen nicht sehr beeindruckend aussehen, gibt es einige Möglichkeiten, sie trotzdem von der besten Seite zu zeigen:

• Zum Beispiel kann man alle sozialen Kanäle als eine große Gesamtsumme zusammenfassen, um hier eine größere Zahl zu präsentieren.
• Sehr im Gefragt ist inzwischen auch die Zuschauerbindung, die man als „Engagement-Rate“ berechnet. Damit ist die Interaktion von Lesern gemeint, die im Allgemeinen auf kleineren Blogs oft größer ist, als auf den großen.
• Auch die Darstellung der Zahlen in Prozent des Wachstums kann eine gute Möglichkeit sein, wenn man noch am Anfang steht.
• Ganz aktuell werden auch gerne Zahlen zu Pinterest gelesen: wie viele Interaktionen bekommst du pro Woche, wie viele Views im Monat? Das sind deshalb repräsentative Zahlen, weil wir inzwischen ja wissen, dass Pinterest für enormen Traffic auf dem eigenen Blog sorgen kann, wenn man es schlau einsetzt!
 

Zielgruppe: Wer kommt auf deinen Blog: Geschlecht, Alter, Interessen usw.
Angebotsmöglichkeiten: Mit welchen Marken hast du bereits zusammengearbeitet (gesponserte Posts, Produkt-Samples usw.)? Hier ist auch der perfekte Platz, um die Preise zu berücksichtigen. Statistiken haben gezeigt, dass Anfragen mit Mediakit, in dem bereits ein Überblick über das Preisangebot enthalten ist, mehr Erfolg generieren! Ich habe zudem trotzdem immer den Vermerk, dass die Preise je nach Anfrage variieren können.
Bisherige Kooperationen: Eine Auflistung und Verlinkung bisheriger Kooperationen vermittelt direkt den Eindruck, dass man bereits Erfahrung mit Kooperationen hat. Zum anderen aber, kann sich der potenzielle Kunde auch direkt einen Eindruck per Mausklick holen, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann.
Referenzen: Hier finden zum Beispiel wichtige Publikationen in und auf anderen Plattformen Platz. Wer schon mal woanders redaktionelle Inhalte veröffentlicht hat, in einem Interview vorgestellt wurde oder sogar einen Award/ Wettbewerb gewonnen hat, sollte dies unbedingt erwähnen!

 
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Dieser Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.
 

Habt ihr alle wichtigen Punkte in euer Mediakit integriert? Was ist bei euch anders als in meiner Übersicht?