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Ich habe es meinen Mitmenschen immer recht gemacht und es über 25 Jahre als eine Art Bürgerpflicht gesehen – Lieblingsschüler? Check. Jeder soll mich mögen? Check. Mir Gedanken darum machen, was andere von mir denken (und zwar bitte NUR Gutes!)? Check. Die Belange anderer vor meine eigenen stellen? Japp, auch das!

Ich hoffe ich bin nicht allein damit, dass es unbewussterweise eines der größten Ziele in meinem Leben war, es anderen recht zu machen. Ich hatte immer das Verantwortungsgefühl, andere vor mich selbst zu stellen, ihnen zu gefallen und das hieß nicht immer ehrlich mit meiner eigenen Meinung umzugehen.
Glücklicherweise merkte ich Mitte zwanzig nicht nur, dass ich mit dieser ermüdenden Eigenschaft fertig war, sonder auch, dass es Zeit für eine Veränderung war. Was natürlich nicht heißt, dass ich von jetzt auf gleich zum *Peep* (ihr wisst was ich meine!) wurde und keinen Sinn für Nächstenliebe mehr hatte. Doch inzwischen fühle ich mich wirklich wohl damit, erhlich mit mir selber und mit anderen zu sein.
Ich denke, dass wir alle einen gewissen Hang zum Altruismus haben, was auch gut ist, denn es wirkt sich durchaus positiv auf die Gesellschaft aus. Doch irgendwo sollte es eine Grenze geben, es allen und jedem recht zu machen. Und wenn ihr euch selber ein klitzekleines bisschen wiedererkennt, vielleicht helfen euch ja meine Tipps gegen das „People-Pleasing-Syndrom“!

3-ways-to-stop-people-pleasing-liebe-was-ist-lifestyle-advice-273-ways-to-stop-people-pleasing-liebe-was-ist-lifestyle-advice-9Schwarze Culotte – New Look Petite, ähnlich via Fornarina
Tunika, embroyded – Vila, ähnlich via Vila
Spitze Pumps in Velour-Lack-Optik – Tamaris
Kleine schwarze Tasche mit mehreren Segmenten – Just Female, ähnlich via Whistles

 
1. Use the „Would I want to do this right now?“ rule
Ich hab schon tausend mal gehört „Sag einfach nein!“, aber für Menschen wie mich, die in gewisserweise hamroniebedürftig sind, funktioniert das einfach nicht. Also wollte ich lieber daran arbeiten, dass mein „Ja“ auch wirklich ernst gemeint ist.
So überdenke ich inzwischen jede Frage erst einmal kurz, ob es die Einladung zu einem Junggesellinnenabschied ist oder ob jemand meine Hilfe beim Uzug braucht, und frage mich selbst, ob ich das im Moment wirklich möchte und kann. Wenn dem so ist, dann sage ich zu. Wenn nicht, dann ist bedeutet „Nein“. So einfach ist das! In der Regel möchte man ja Dinge, die man gerade in einem Moment nicht möchte, auch später nicht wirklich.

2. Set priorities
Wie einige von euch wissen bin ich in Berlin ausfgewachsen – allerdings nicht direkt in der City, sondern außerhalb am Stadtrand. Das hat natürlich den Vorzug, dass man Natur pur um sich herum hat und nicht die hektische Stadt vor der Haustür. Aber man braucht in eine große Stadt wie Berlin vom Stadtrand in die City auch locker eineinhalb Stunden (oder länger) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich bin jahrelang immer  an die zwei Stunden durch die Stadt gefahren um meine Freunde zu besuchen, weil mir ich eben so „easy giong“ sein wollte a.k.a. es meinen Freunden recht machen wollte. Aber als ich gemerkt habe, dass mich da einfach zu viel Zeit und Nerven kostete, diese lange Fahrt anzutreten, habe ich das einfach angesprochen. Imzwischen treffen wir uns in der Mitte oder besuchen uns gegenseitig.

3. Save „I’m sorry“ for when you really are
Ich habe diese „schlechte Angewohnheit“ bei mir selber nicht einmal bemerkt, bis mich mein damaliger Freund  darauf hingewiesen hat, aber ich bin ein chronischer „Sorry“-er. Sorry, weil einen Tippfehler in einem Text. Sorry, dass Shampoo alle gemacht zu haben, obwohl es schon so gut wie leer war. Sorry sorgar, weil ich mich an der Tischkante gestoßen habe. Also ich daran gearbeitet habe mit diesen Gewohnheiten, es allen recht zu machen, zu brechen, bin auch den unnötigen Gebrauch von Entschuldigungen losgworden. Jetzt benutze ich sie nur noch, wenn ich mich wirklich schlecht wegen etwas fühle – und damit ist nicht gemeint, dass ich den letzten Löffel Choco Cookie Dough Eis aufgegessen habe.

Kommt euch das People-Pleasing-Syndrom bekannt vor? Schafft ihr es auch mal Nein zu sagen?